Fachverlag x-technik
search
 

Schließen

PDF


arttec setzt im Drehen auf die NLX-Technologie von DMG MORI

: DMG MORI


Die arttec Metallverarbeitung GmbH aus Weißkirchen verfolgt seit der Gründung im Jahr 2008 eine klare Strategie: Die Herstellung von meist komplexen und hochgenauen Dreh- und Frästeilen vom Einzelteil bis hin zu kleinen bis mittleren Serien sowie Prototypen aller Art. Ein moderner Maschinenpark und bestens ausgebildete Facharbeiter sorgen für termintreue und höchste Qualität. Das Herzstück der Zerspanung bildet seit März 2017 ein CNC-Drehzentrum NLX 2500 SY / 700 von DMG MORI, das nochmals für einen Qualitätssprung sorgte. Autor: Ing. Robert Fraunberger / x-technik

/xtredimg/2017/Fertigungstechnik/Ausgabe198/13364/web/DMG-MORI-arttec_(6).jpg
Die neue NLX 2500 SY / 700 verfügt über Y-Achse, Gegenspindel, einer Drehlänge von 700 mm, Mapps V-Steuerung und dem Betriebssystem CELOS. Zudem ist das Drehzentrum mit einem Stangenlader von Breuning, Modell ILS-MUK 100, ausgestattet.

Die neue NLX 2500 SY / 700 verfügt über Y-Achse, Gegenspindel, einer Drehlänge...

Eigentlich war die Selbstständigkeit nicht unbedingt im Lebensplan von Mark Artmayr festgeschrieben, vielmehr war es eine Chance, die er konsequent nutzte. Von 2005 bis 2008 war der gelernte Werkzeugmacher als Servicetechniker für die damalige DMG Austria GmbH tätig. „Einer unsere Kunden hat in neue CNC-Maschinen investiert und suchte für vier Hitachi Seiki-Maschinen einen Abnehmer. Ich ergriff diese Möglichkeit, weil ich die Maschinen aus meiner Tätigkeit bestens kannte und von der hohen Qualität und Langlebigkeit des Maschinenbaus überzeugt war“, erzählt der heutige Geschäftsführer der arttec GmbH.

Genauer gesagt waren es zwei 3-Achs-Fräsmachinen und eine CNC-Drehmaschine, die er kaufte und anschließend komplett überholte. „Der japanische Maschinenbau ist qualitativ sehr hochwertig und sehr langlebig, da kann man auch mit gebrauchten Maschinen höchste Qualität liefern“, betont er.

Termintreue und Produktqualität

Denn höchste Genauigkeit war von Anfang an das Erfolgsgeheimnis der im oberösterreichischen Weißkirchen angesiedelten arttec Metallverarbeitung GmbH. „Unsere ersten Kunden schätzten sowohl Liefertreue als auch die hohe Genauigkeit unsere Teile, somit konnten wir uns in der Umgebung rasch einen guten Namen machen“, erinnert sich der heute leidenschaftliche Unternehmer.
/xtredimg/2017/Fertigungstechnik/Ausgabe198/13364/web/DMG-MORI-arttec_(29).jpg
Flexibel, stabil und präzise: Die NLX 2500 ist laut arttec ein hochsteifes, hochpräzises Drehzentrum, das in der Lage ist, komplexe Werkstücke flexibel zu bearbeiten.

Flexibel, stabil und präzise: Die NLX 2500 ist laut arttec ein hochsteifes,...

Zu Beginn noch alleine verfolgte er konsequent seine Firmenphilosophie und vergrößerte sein Team sukzessive um erfahrene und gut ausgebildete Facharbeiter.

Bereits im Jahr 2010 startete er neben der Lohnfertigung mit einer eigenen Konstruktion und darüber hinaus mit zwei Eigenprodukten für die Ölfeldtechnik, die heute weltweit ihren Einsatz finden. „Wir erkannten rasch, dass Know-how sehr gefragt ist. Daher war eine eigene Konstruktions- und Entwicklungsabteilung der absolut logische Schritt“, so Artmayr weiter.

Neues Firmengebäude sichert Wachstum

Im Jahr 2017 investierte man schließlich rund 1,5 Mio. Euro in einen neues Firmengebäude, eine Messmaschine von Mitutoyo und in das bereits erwähnte neue CNC-Drehzentrum NLX 2500 SY / 700 von DMG MORI.

Mit dem modernen, temperaturstabilen Firmengebäude verfügt arttec nun über eine Fertigungsfläche von rund 600 m². Zehn Facharbeiter zerspanen auf mittlerweile drei CNC-Fräs und vier CNC-Drehmaschinen, bis auf ein Modell alle von DMG MORI, für die unterschiedlichsten Branchen – vom klassischen Maschinenbau bis hin zu Prototypen für die Automobilindustrie. Ein eigener Werkzeugbau mit Erodier- und Schleifmaschinen sowie eine entsprechende Qualitätssicherung komplettiert das Angebot und die Zertifizierung nach ISO 9001 dokumentiert die positive Entwicklung der Oberösterreicher.

/xtredimg/2017/Fertigungstechnik/Ausgabe198/13364/web/DMG-MORI-arttec_(37).jpg
Stabiler Maschinenbau überzeugt

Wie bereits erwähnt, setzt Mark Artmayr hauptsächlich auf CNC-Technologie von DMG MORI. Logisch, möge man aufgrund seines beruflichen Werdegangs meinen, doch gerade deshalb kann er die Qualität einer Werkzeugmaschine sehr gut beurteilen, wie er betont: „Ich kenne die Maschinen von DMG MORI und auch anderer Hersteller sehr gut und weiß viel über Stärken und Schwächen Bescheid. Gerade deshalb bin ich vom hohen Niveau des Maschinenbaus von DMG MORI absolut überzeugt und finde den Zusammenschluss der beiden Hersteller DMG und Mori Seiki auch als sehr positiv, denn die neuen Maschinenmodelle profitieren meiner Meinung nach nun von den jeweiligen Vorteilen der verschiedenen Philosophien und Entwicklungsabteilungen.“

Für Mark Artmayr sind Hauptkriterien einer Werkzeugmaschine vor allem höchste Stabilität, Langlebigkeit und Präzision. Ende des letzten Jahres investierte er strategisch in ein neues CNC-Drehzentrum, um einerseits die Kapazität weiter steigern und andererseits auch mannlos fertigen zu können. „Wir suchten ein flexibles Drehzentrum, das es uns ermöglicht, Prototypen und Einzelteile aber gleichzeitig auch Serienteile wirtschaftlich herzustellen. Uns war ein bedienerfreundlicher Aufbau wichtig, der sehr einfaches und schnelles Rüsten ermöglicht, aber wie schon gesagt, vor allem ein Maschinenkonzept das höchste Präzision und Stabilität gewährleistet“, so der Geschäftsführer und Fertigungsleiter Johannes Pusch ergänzt. „Auch die Integration eines Messtasters
/xtredimg/2017/Fertigungstechnik/Ausgabe198/13364/web/DMG-MORI-arttec_(42).jpg
Qualitätssicherung: Bereits im Bearbeitungsprozess werden die Bauteile bei arttec mit einem Messtaster kontrolliert. Das sorgt gerade bei einem mannlosen Betrieb für wenig Ausschuss. Anschließend sichert eine Messmaschine dokumentierte Qualität.

Qualitätssicherung: Bereits im Bearbeitungsprozess werden die Bauteile bei...

in den Arbeitsraum, der gerade bei mannlosen Arbeiten sehr wichtig ist, war eine Bedingung.“

NLX-Technologie überzeugt

arttec hatte im Fräsen mit zwei NVX 5100 II (3- und 4-achsig) bereits zwei DMG MORI-Maschinen im Einsatz und damit ausschließlich gute Erfahrungen gesammelt. Überzeugend sei bei diesen Modellen definitiv der konsequente Maschinenbau mit Flachbettführung und Turmaufbau, der für einen sehr geringen Wärmegang sorgt.

Kein Wunder also, dass sich Mark Artmayr und sein Team unter anderem die NLX-Technologie genauer anschauten und nach einem Referenzbesuch auch gleich zuschlugen: „Wir haben mit den DMG MORI-Maschinen durchwegs Geld verdient und so auch unser Wachstum vorangetrieben. Warum sollten wir also, wenn technisch alles passt, nicht weiterhin auf diese erfolgreiche Partnerschaft setzen“, bekennt sich der Unternehmer klar zu seinem Hauptlieferanten. Im März 2017 wurde schließlich die NLX 2500 SY / 700 mit Y-Achse, Gegenspindel, einer Drehlänge von 700 mm, Mapps V-Steuerung und dem Betriebssystem CELOS geliefert. Zudem ist das Drehzentrum mit einem Stangenlader von Breuning, Modell ILS-MUK 100, ausgestattet.

„Die NLX 2500 ist ein hochsteifes, hochpräzises Drehzentrum, das in der Lage ist, komplexe Werkstücke flexibel zu bearbeiten“, ist Silvester Gruber, Vertriebstechniker für den Zentralraum Oberösterreich bei DMG MORI Austria, überzeugt und er ergänzt: „Der robuste Maschinenaufbau ist für eine maximale Bearbeitungsleistung unverzichtbar, deshalb werden Flachführungsschienen auf den X-/Y-/Z-Achsen
/xtredimg/2017/Fertigungstechnik/Ausgabe198/13364/web/DMG-MORI-arttec_(71).jpg
verwendet, die eine bessere Dämpfungsleistung und hohe dynamische Steifigkeit ermöglichen.“ Zudem verhindert ein ausgeklügeltes, sorgfältig kontrolliertes, thermisches Verschiebungskonzept in den Gussbauteilen sowie der Haupt- und Gegenspindel unerwünschte Wärmeeinflüsse. „Bei den Spindeln, welche die Hauptwärmequelle sind, ordnen wir den Ölmantel spiralförmig um die Spindeleinheit an, um somit den Temperaturanstieg optimal kontrollieren zu können“, geht Gruber ins Detail.

Werkstückmesssystem integriert

Mit dem 20-Stationen-BMT 40 Revolverkopf kann zudem eine große Bandbreite von Werkstücken bearbeitet werden. „Durch Verwendung eines kompakten Werkzeugsystems mit hoher Steifigkeit haben wir eine Vielseitigkeit erreicht, die der von Bearbeitungszentren gleichkommt – hervorragende Drehmöglichkeiten und hohe Fräsleistung“, so Gruber weiter. Auch das bereits angesprochene Werkstückmesssystem findet im Revolver Platz. Zwei Renishaw LP2-Messtaster überprüfen so die Bauteilgenauigkeit im Prozess sowohl auf der Haupt- als auch Gegenspindel. Eine Werkzeugbruchüberwachung ist ebenfalls integriert.

Dass die neue Drehmaschine mit nur einem Revolver ausgestattet ist, ist für Mark Artmayr überhaupt kein Problem, sondern die für seinen Zweck bessere Variante: „Für unsere Bauteile ist die Bearbeitungszeit nicht hauptausschlaggebend, vielmehr ist mir eine einfache Lösung, die wenig
/xtredimg/2017/Fertigungstechnik/Ausgabe198/13364/web/panorama04.jpg
Das Herzstück der Fertigung bei arttec ist die neue NLX 2500. Im Bild links eine CTX 510 ecoline und rechts eine CTX 410 – alle von DMG MORI.

Das Herzstück der Fertigung bei arttec ist die neue NLX 2500. Im Bild links...

Fehler und somit Ausschuss liefert, wichtiger.“ Ein hochstabiler, digitaler Reitstock, der von einem Servomotor angetrieben wird, verringert zudem die Einrichtzeit.

Schulung als Investition

Für jede neue Maschine nimmt arttec neben der Standard-Schulung auch eine zusätzliche mehrtägige Mechanik und Elektronik Schulung direkt im Lieferwerk in Anspruch. „Die NLX beispielsweise konnten wir im deutschen Werk komplett zerlegen und so gute Kenntnisse über den mechanischen sowie elektrischen Aufbau erlangen“, so der Geschäftsführer. „Das hilft uns sehr, die Maschinen zu verstehen und damit entsprechend umzugehen!“

Und dort erhielt man zudem eine perfekte Einführung in das im Standard installierte Betriebssystem CELOS, das viele Vorteile bringt, wie Silvester Gruber erklärt und ergänzt: „Unser Betriebssystem CELOS ermöglicht eine konsistente Verwaltung, Dokumentation und Visualisierung von Aufträgen, Prozessen und Maschinendaten. CELOS kann mit Apps erweitert werden und ist auch mit bestehenden Infrastrukturen und den Programmen des Unternehmens (Anm.: im Falle von arttec das ERP-System Ulysses) kompatibel.“

Gerüstet für die Zukunft

Mit der neuen NLX 2500 SY / 700 ist arttec nicht nur eine weiterer Qualitätssprung im Bereich der Drehbearbeitung gelungen, sondern man konnte mit dem
Gesamtkonzept auch mannlose Schichten aufbauen. „Es gehört viel Erfahrung und Know-how dazu, um hochgenaue Teile mannlos zu fertigen. Mit unserem neuen Steckenpferd ist uns das definitiv gelungen“, weiß der Geschäftsführer. Und das im Bereich von 5 µ und darunter, wie er versichert. „Die NLX ist extrem präzise und aufgrund des hochwertigen Maschinenbaus wird das wahrscheinlich in 7 bis 8 Jahren noch genauso sein.“

In Summe hat sich die arttec Metallverarbeitung GmbH vom klassischen Lohnfertiger zu einem Systemanbieter mit Know-how, einer Konstruktions- und Engineeringabteilung sowie einem hochwertigen Maschinenpark entwickelt. Und die NLX-Technologie wird im Drehen definitiv ein Schwerpunkt bleiben. Wie die Headline schon sagt: „Erfolgreich mit Struktur!“


Die neue NLX 2500 SY / 700 verfügt über Y-Achse, Gegenspindel, einer Drehlänge von 700 mm, Mapps V-Steuerung und dem Betriebssystem CELOS. Zudem ist das Drehzentrum mit einem Stangenlader von Breuning, Modell ILS-MUK 100, ausgestattet.
Flexibel, stabil und präzise: Die NLX 2500 ist laut arttec ein hochsteifes, hochpräzises Drehzentrum, das in der Lage ist, komplexe Werkstücke flexibel zu bearbeiten.
Qualitätssicherung: Bereits im Bearbeitungsprozess werden die Bauteile bei arttec mit einem Messtaster kontrolliert. Das sorgt gerade bei einem mannlosen Betrieb für wenig Ausschuss. Anschließend sichert eine Messmaschine dokumentierte Qualität.
Das Herzstück der Fertigung bei arttec ist die neue NLX 2500. Im Bild links eine CTX 510 ecoline und rechts eine CTX 410 – alle von DMG MORI.
Auch im Fräsen vertraut arttec unter anderem mit zwei NVX 5100 II auf Technologie von DMG MORI.
Dokumentierte Partnerschaft – anlässlich der offiziellen Eröffnung des neuen Betriebsgebäudes Anfang Mai 2017 (v.l.n.r.): Gebhard Aberer (Geschäftsführer DMG MORI Austria), Mark Artmayr, Silvester Gruber und Bürgermeister Norbert Höpoltseder.
Bereits im Jahr 2010 startete arttec neben der Lohnfertigung mit einer eigenen Konstruktion und darüber hinaus mit zwei Eigenprodukten für die Ölfeldtechnik, die heute weltweit ihren Einsatz finden.


Zum Firmenprofil >>


Bericht in folgenden Kategorien:
CNC-Drehmaschinen, Lademagazine

QR code

Special Werkzeug- und Formenbau

Hermle-Haidlmair-044-1.jpg Alle Industrien, Innovationen, Produkte für professionellen Werkzeug- und Formenbau auf einen Blick.
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2017/Fertigungstechnik/Ausgabe201/14646/web/Marco_Kern.jpgInterview mit Marco Kern, besten Europäer im Bereich CNC-Drehen bei den WorldSkills 2017
x-technik konnte mit Marco Kern, dem besten Europäer im Bereich CNC-Drehen, über die WorldSkills, die intensive Vorbereitungsphase sowie die größten Herausforderungen des besonderen Projekts sprechen.
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren