Fachverlag x-technik
search
 

Schließen


Auf der Überholspur

: PAMA


Praktisch alle Werkzeugmaschinenhersteller hatten 2009 starke Umsatzrückgänge. Der italienische Hersteller von Bohr- und Fräswerken PAMA konnte hingegen den Umsatz fast verdoppeln. Wir sprachen mit Dr. Ettore Batisti, Präsident und CEO der PAMA über die Gründe dieses enormen wirtschaftlichen Erfolges.

Dr_Ettore_Batisti-01.jpg
Dr. Ettore Batisti, Präsident und CEO der PAMA SpA, Rovereto.

Dr. Ettore Batisti, Präsident und CEO der PAMA SpA, Rovereto.

Ing. Gernot Wagner im Gespräch mit Dr. Ettore Batisti, Präsident und CEO der PAMA SpA, Rovereto

Herr Dr. Batisti, auf was kann man diesen ausgezeichnete Ergebnis zurückführen?

Wir waren sehr zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen, weil PAMA auf dem Markt für Bohr- und Fräswerke führend ist. Unsere hochpräzisen Werkzeugmaschinen sind weltweit stark gefragt. Daher konnten wir den Umsatz in den letzen Jahren immer kontinuierlich steigern. Das Jahr 2009 war mit 160 Millionen Euro unser bestes Jahr in der Firmengeschichte, sowohl was den Umsatz als auch den Gewinn betrifft. Ich bin sicher, dass unser Erfolg auch darauf beruht, dass wir in sehr enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden ein auf die jeweiligen Anforderungen bestmögliches Werkzeugmaschinenkonzept erarbeiten.

Wie viel investieren Sie ins Unternehmen für die Weiterentwicklungen und welche Aktivitäten setzt PAMA, um seine Position im Markt zu halten?

Wir haben in den letzten Jahren sehr viel investiert, jährlich mehr als 10 Millionen Euro, etwa sieben Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung. Es sind neue Werke entstanden, wie in Brescia und wir haben eine komplett neue Maschinenreihe, das Portal-Bearbeitungszentrum VERTIRAM, entwickelt. Die ersten Maschinen sind bereits verkauft.

Da der Platz hier in der Zentrale in Roverto nicht mehr ausreichend war, haben wir in eine Werkserweiterung investiert. Im rund 100 Kilometer entfernten
Brescia sind wir im Industriegebiet fündig geworden, dort entstanden zwei neue Werke, eine 3.000m² große Halle zur Fertigung und Montage der Zubehörköpfe sowie eine Halle mit 5.000m² für die Montage der Bohr- und Fräswerke der Baureihe SPEEDMAT. Am Stammsitz in Rovereto erfolgt nach wie vor die komplette Zerspanung, die Montage der Baureihe SPEEDRAM sowie die Fertigung der Drehverschiebetische für Werkstücke bis 300t. An diesen Standorten haben wir jetzt ausreichend Platz für die nächsten Jahre.

Aus welchen Regionen und Branchen kommen Ihre Kunden?
Im vorigen Jahr war das vor allem der asiatische Raum, gefolgt vom Heimatmarkt Italien, Europa sowie Nord- und Südamerika. Unsere Kunden arbeiten vorwiegend in den Branchen der Energietechnik, des schweren Maschinenbaus sowie in der Produktion von Erdbewegungsmaschinen. Rund 80 Prozent unserer Maschinen gehen in den Export, daher stellen wir auch auf zahlreichen internationalen Fachmessen aus.

Zum Firmenprofil >>



Special Digitalisierung der Zerspanungstechnik

WT_Technology-Center_Toolroom_vernetzt.jpg Die aktuell wichtigste Aufgabenstellung für Hersteller und Anwender von Werkzeugmaschinen ergibt sich aus der Digitalisierung der Produktionsumgebungen. Auf der EMO 2017 haben zahlreiche Anbieter IHRE Möglichkeiten für eine Smarte Zerspanung vorgestellt – mit unterschiedlichem Fokus spiegelten sich vielfältige Lösungen zur Vernetzung, Datenanalyse und zu neuen Services wider.
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2019/Fertigungstechnik/Ausgabe279/18292/web/Bild_1.jpgQualität unter Kontrolle
Seit Anfang April gibt es einen „neuen“ Mann an der Spitze von Hexagon Österreich. Im weitesten Sinne könnte man in diesem Fall sogar von einer Rückkehr sprechen, zumal Thomas Szirtes vor ziemlich genau zehn Jahren bereits einmal für die Hexagon-Gruppe tätig war – als Regionalvertriebsleiter bei der m&h Inprocess Messtechnik GmbH nämlich. Nun hat er in seiner ersten Geschäftsführer-Position „einiges“ vor: So will er beispielsweise gemeinsam mit seinem Team vermehrt dazu übergehen, ganze Prozesse zu automatisieren, um die Lücke zwischen Produktion und Qualitätssicherung zu schließen. Das Gespräch führte Sandra Winter, x-technik
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren