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Damit volle Auftragsbücher nicht zum Problem werden!


Heute sind wir in der glücklichen Lage, dass sich die Wirtschaftslage in Europa ordentlich entwickelt hat und darüber hinaus noch ein weiteres Wirtschaftswachstum erwartet wird. Auf den Nenner gebracht: Es gibt wieder ordentlich was zu tun für unsere Fertigungsbetriebe!...

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...Damit dieser Schwung aufgenommen und weiter getragen werden kann, sind die Unternehmen gezwungen ihren Ausstoß zu erhöhen, um der Marktanforderung gerecht zu werden. Damit volle Auftragsbücher zeitgerecht abgearbeitet werden können, sind vielerorts Maßnahmen zur Ausstoßerhöhung notwendig. Die Anschaffung von neuen Bearbeitungsmaschinen wird häufig als Patentlösung herangezogen. Dieser sehr konservative Lösungsansatz erfordert neben der Maschine noch weitere Investitionen. So müssen örtliche Infrastrukturen für die neue Maschinen angepasst oder sogar neu geschaffen werden. Zusätzliche Betriebsmittel und Personal müssen bereitgestellt werden. Natürlich erreichen 2 Maschinen in der gleichen Zeit einen höheren Ausstoß als 1 Maschine. Das ist eine sehr einfache Rechnung, die allerdings nicht unbedingt aufgehen muss und vor allem ein konstantes Auftragsvolumen voraussetzt.
Es sollte hier nicht der Eindruck entstehen, dass nicht in Maschinen und Betriebsinfrastruktur investiert werden soll, denn gerade diese Investitionsfreude ist eine wichtige Triebfeder unseres Wirtschaftswachstums. Doch ist heute auch erkennbar, dass Investitionsabsichten dieser Art, auf Grund mangelndem Fachpersonal oft scheitern.
Diese Situation hat Überlegungen notwendig gemacht, wie man den Ausstoß ohne Maschinenneuinvestition erhöhen kann. Während die kaufmännische Organisation in den Unternehmen bestens organisiert ist und entsprechende Softwaresysteme zum Einsatz kommen und die Produktentwicklung mit den besten CAD-Systemen ausgestattet sind, ist der Fertigungsbereich ein Stiefkind des jeweiligen Systemadministrators. Die systemtechnische Datendurchgängigkeit findet meistens in der Fertigungsplanung sein Ende.
Eine Alternative zum zusätzlichen Maschinenkauf stellen diese Systeme nicht dar. Erst wenn die Softwaresystemlandschaft bis in die Fertigung fortgeführt wird, ist es möglich
die bestehenden Maschinenressourcen besser zu nutzen und dadurch den Ausstoß zu erhöhen.
Produktivität ist das Verhältnis Aufwand zu Erfolg. Der Erfolg wird am Ausstoß gemessen. Das heißt, die Produktivität steigt, wenn bei verhältnismäßig geringem Aufwand der bestmögliche Erfolg erzielt wird. Genau dieses Verhältnis zeigt bei genauerer Betrachtung in den Fertigungsbetrieben ein unglaubliches Verbesserungspotential. Der Aufwand setzt sich zu einem großen Teil aus Zeiten für bestimmte Vorgänge zusammen.
In der Einzelteil- und Kleinserienfertigung wird ein großer Teil der produktiv nutzbaren Maschinenkapazität mit Rüst- und Vorbereitungszeiten verschwendet. Die Maschine hat immer wieder Stillstandszeiten zu verbuchen, weil die einzelnen Aufgaben zur Abwicklung eines Fertigungsauftrages seriell und nach Auftragserteilung abgearbeitet werden. Eine Reduzierung des Aufwandes ist dann möglich, wenn die einzelnen Aufgaben parallel und im voraus erledigt werden und die produktiv nutzbare Maschinenkapazität voll genutzt werden kann.


In der Großserienfertigung spielen die Rüst- und Vorbereitungszeiten eine untergeordnete Rolle. Hier sind optimierte NC-Programme für schnellere Stückzeiten und die Reduzierung der Betriebsmittelkosten die Indikatoren für eine Aufwandsreduzierung
In beiden Fällen führt eine durchgängige MES -Lösung zur gewünschten Optimierung.
Wird bei der NC-Programmierung auf eine Werkzeug- und Betriebsmittelverwaltung zurückgegriffen, so sind alle Informationen für einen erfolgreichen Rüstvorgang vor Auftragsbeginn an der Maschine bekannt. Alle relevanten Daten werden zusammen mit Artikel- oder Produktstammdaten verwaltet und können so zeitgerecht im Fertigungsbereich verteilt und visualisiert werden. Zusätzliche Informationen, wie Spannfotos oder Arbeitsanweisungen beschleunigen den Einrichtprozess bei wiederkehrenden Bauteilen. Bei der NC-Programmierung werden Werkzeugzusammenbauvorschriften erstellt, die direkt an Werkzeugvoreinstellgeräte weitergereicht werden. So können die benötigten Werkzeuge voreingestellt und vor Auftragsbeginn an der Maschine bereitgestellt werden. In Verbindung
mit einem Lagersystem kann die Verfügbarkeit der einzelnen Komponenten zusätzlich abgesichert werden.
Ein Fertigungsinformationssystem stellt die Datenübertragung und die Visualisierung von Auftragsinformationen in der Fertigung sicher. Die Kommunikation bis an die Maschine ist wesentlicher Bestandteil einer durchgängigen Lösung. Auch das Rückmelden von Maschinen- und Auftragszuständen ist ein wichtiger Bestandteil der Prozessoptimierung. Nur so können zeitnah Probleme bewerkstelligt und längere Verzögerungen verhindert werden. (Bild 3)
Jedes Unternehmen ist für seinen Erfolg selbst verantwortlich. Innovation und Einsatz fördern die unterschiedlichsten Fertigungsstrategien zu Tage. Um den Erfolg langfristig abzusichern ist es notwendig, dass eine durchgängige Fertigungslösung sich nahtlos in die Systemstruktur des Unternehmens einfügt und die erfolgreichen Fertigungsstrategien optimal unterstützt.
Das Ebersberger Softwarehaus COSCOM Computer GmbH, Anbieter von Softwarelösungen für den Fertigungsbereich, hat sich als Anbieter einer durchgängigen Prozesskette etabliert und zählt viele erfolgreiche Unternehmen zu seinen Kunden. Die einzelnen Softwarebausteine CAM, MDE/BDE, Feinplanung, DNC, Fertigungsdatenmanagement und Werkzeugverwaltung von COSCOM bilden die Grundlage für eine durchgängige MES -Lösung in der Fertigung. Standardisierte Schnittstellen zu ERP- und PPS -Systemen, Produktentwicklungssystemen, sowie zu sämtlichen Maschinen und Gerätschaften in der
Fertigung verbindet die Fertigung zu einer lückenlosen Prozesskette.

Bericht in folgenden Kategorien:
BDE, DNC, Fertigungsplanung, MDE, MES-System

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