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Das Werkzeug fest im Griff

: Walter


Bisher war das Hydrodehnspannprinzip vorwiegend eine Technik für das Bohren, bei Fräsbearbeitungen wurde sie maximal zum Schlichten eingesetzt. Walter bringt mit AK 182 jetzt ein Hydrodehnspannfutter auf den Markt, das durch eine hohe Rundlaufgenauigkeit und Dämpfung auch für das Schruppen geeignet ist.

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Das Walter Hydrodehnspannfutter AK 182.

Das Walter Hydrodehnspannfutter AK 182.

Das neue Walter Hydrodehnspannfutter erfüllt alle Anforderungen eines modernen, kraftvollen und präzisen Spannfutters. Die Konstruktion hat schwingungsdämpfende Eigenschaften, die die Gefahr des Werkzeugauszugs durch Vibrationen besonders beim Fräsen deutlich reduzieren. Darüber hinaus wirkt sie positiv auf die Werkzeugstandzeit. Im Vergleich zu Wettbewerbshydrodehnfutter bzw. Spannzangenaufnahmen ist eine wesentlich höhere Drehmomentübertragung realisierbar. Die Werkzeuge werden deshalb nicht aus dem Futter gezogen und können somit auch für die Schruppbearbeitung eingesetzt werden. Neben der Schrupp- und Schlichtbearbeitung beim Fräsen eignet sich AK 182 auch für das Bohren, Reiben, Fräsen und Gewinden.

Die Drehmomentübertragung des Futters von bis zu 900 Nm bei Durchmesser 20 mm, eine dauerhafte Rundlauf- und Wechselwiederholgenauigkeit von unter 3 μ (gemessen bei 2,5x Dc Auskraglänge) und die schwingungsdämpfende Wirkung machen besonders hohe Schnittgeschwindigkeiten und Zahnvorschübe möglich. Das Futter eignet sich vor allem für das Schruppen mit Walter Prototyp VHM-Fräswerkzeugen sowie das Gewindefräsen. Beim Vollbohren und Reiben mit Walter Titex Werkzeugen ist AK 182 die beste verfügbare Spanntechnik, um hervorragende Bearbeitungsergebnisse zu erzielen.


Das Futter ist für die gängigen Maschinenschnittstellen SK40/50, BT40/50 und HSK63/100 und in den drei Aufnahmedurchmessern 12, 20 und 30 mm verfügbar. Kleinere Werkzeugdurchmesser von 3 bis 25 mm können über Reduzierhülsen gespannt werden. Bezüglich der Schäfte gibt es keine Limitationen. Alle Werkzeuge mit zylindrischen Schäften sowie nach DIN 1835 Form B, E und DIN 6535 Form HB, HE können gespannt werden, ohne Gefahr zu laufen, das Futter zu zerstören. Auch eine versehentliche Leerspannung kann dem Futter nichts anhaben.


Die Reduzierhülsen gibt es als abgedichtete Variante und als Hülse mit Peripheriekühlung. Somit können sowohl Werkzeuge mit Kühlmittelzufuhr als auch ohne eingesetzt werden. Die abgedichtete Hülse ist genauso wie das Futter selbst für bis zu 80 bar Druck ausgelegt. Sie ist ideal für Werkzeuge mit Innenkühlung, wie sie heute typischerweise beim Bohren, aber auch beim Fräsen oder Reiben immer öfter benötigt werden. Bei der Hülse mit Peripheriekühlung wird das Kühlmittel über die Schlitze nach vorn transportiert und dort über eine ausgeklügelte Formgebung eng entlang des Schafts in die Spanräume und zur Schneide geleitet. Diese Lösung ist besonders für Fräswerkzeuge ohne Kühlkanäle von Vorteil, da das Kühlmittel auf diese Weise exzellent an die Schneide geführt werden kann.

Die Werkzeuge können in ihrer Länge präzise eingestellt und gegen einen einstellbaren Anschlag gespannt werden. Das Futter kann dadurch ein großes Spektrum an Werkzeugdurchmessern abdecken. Im Vergleich zu Schrumpfaufnahmen, bei denen es für jeden Durchmesser eine eigene Aufnahme gibt, sind beim Wechsel- und Reduzierhülsensystem deshalb Einsparungen möglich.

Die Schwingungsdämpfung des Futters steigert die Standzeiten um bis zu 40 Prozent. Das Handling ist denkbar einfach. Mit einem handelsüblichen Sechskantschlüssel kann das Futter ge- und entspannt werden. AK 182 ist seit April verfügbar. Laborversuche zeigen, dass es sich um eines der besten Hydrodehnspannfutter auf dem Markt handelt.



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