Fachverlag x-technik
search
 

Schließen


Deutliches organisches Wachstum – Anhaltend solide Ertragskraft

: Starrag Group


· Abschluss 2011 durch Akquisition von Dörries Scharmann geprägt – neuer Gruppenauftritt als Starrag Group · EBIT-Marge auf 5.4 % gesteigert (Vorjahr 5.1 %) · Zunahme des Reingewinns um 34% auf 11 Mio. CHF (pro Aktie CHF 3.52) · Annähernd verdoppelter Auftragseingang von 348 Mio. CHF – organisch und währungsbereinigt +18 % · Umsatz von 354 Mio. CHF – organisch und währungsbereinigt +2 % · Nettoliquidität auf 37 Mio. CHF erhöht · Gewinnausschüttung von CHF 1.20 je Aktie in Form einer verrechnungssteuerfreien Ausschüttung aus Kapitaleinlagen beantragt

Auftragseingang und Umsatz deutlich im Plus

Die Entwicklung der Starrag Group, eines technologisch weltweit führenden Herstellers von Präzisions-Werkzeugmaschinen, war im Geschäftsjahr 2011 stark durch die Akquisition der Dörries Scharmann Gruppe im Januar charakterisiert. Dies äusserte sich insbesondere im Umsatz und Auftragseingang. Gesamthaft erzielte die Gruppe einen Auftragseingang von 348.3 Mio. CHF (+85 %). Organisch und währungsbereinigt entsprach dies einem kräftigen Plus von 17.5 %. Der Umsatz 2011 stellte sich auf 354.4 Mio. CHF (+78 %); organisch und währungsbereinigt nahm der Verkaufserlös um 2.2 % zu. Die Umsatzzunahme blieb erwartungsgemäss hinter dem Wachstum des Auftragseingangs zurück. Dies ist in erster Linie auf die bis zum Januar 2011 bestehende Verunsicherung über die Eigentumsverhältnisse der Dörries Scharmann Gruppe zurückzuführen, was zu tiefen Auftragseingängen 2010 und im ersten Halbjahr 2011 geführt hat. Währungseinflüsse verringerten 2011 den Umsatzerlös um 37 Mio. CHF.

Breit abgestützte Zunahme des Auftragseingangs

Der Aufschwung im Auftragseingang würde überwiegend von der Region Europa getragen. Die positive Stimmung im Maschinenbau hatte zur Folge, dass in der Krise sistierte Erneuerungs- und Ersatzinvestitionen wieder in die Realisierungsphase gelangten. Im Bereich Luftfahrt führten die erfreulichen Konjunkturaussichten des zivilen Flugzeugbaus zu einem erhöhten Auftragseingang. Im Energiebereich ist die realisierte Zunahme vornehmlich auf Erneuerungs- und Erweiterungsinvestitionen in der konventionellen Energieerzeugung der BRIC-Staaten zurückzuführen, während das Segment Windenergie in Europa und Asien durch
eine sehr zurückhaltende Investitionsneigung geprägt war. Im Industrie- und im Transportsektor verzeichnete die Starrag Group einen erfreulichen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen in Europa und China.

Solider Ertragsausweis

Das Betriebsergebnis EBIT erhöhte sich von 10.1 Mio. CHF im Vorjahr um 89 % auf 19.1 Mio. CHF im Berichtsjahr. Damit ergab sich eine Margensteigerung von 5.1 % auf 5.4 %, was über dem Branchendurchschnitt liegt. Der Reingewinn erreichte 10.9 Mio. CHF oder CHF 3.52 je Aktie und lag damit volumenbedingt um 34 % über dem Vorjahreswert.

Gesunde Bilanz und Kapitalstruktur

Dank der Kapitalerhöhung zur Refinanzierung des Kaufs der Dörries Scharmann Gruppe verblieb die Eigenkapitalquote auf hohen 54.1 % (Vorjahr 64.1 %). Die flüssigen Mittel stiegen aufgrund des hohen operativen Geldzuflusses per Ende Berichtsjahr auf 44 Mio. CHF (Vorjahr 32 Mio. CHF). Die Nettoliquidität konnte unter Einbezug von Dörries Scharmann von 31 Mio. CHF im Vorjahr auf 37 Mio. CHF Ende 2011 erhöht werden. Auch 2011 hat die Starrag Group wieder erhebliche Mittel in das künftige Wachstum investiert. So flossen 6.8 Mio. CHF in die Optimierung der Fertigung in den europäischen Werken und als Erweiterungsinvestitionen 3.4 Mio. CHF in den Aufbau des neuen Produktionswerks im indischen Bangalore. Rasche und erfolgreiche Integration von Dörries Scharmann Die Integration der Dörries Scharmann Gruppe konnte dank der sehr ähnlichen Unternehmenskulturen in wesentlichen Teilen bereits im Berichtsjahr vollzogen werden. Neben kurzfristigen Optimierungen im Kosten- und Einkaufsbereich analysierte eine Reihe
gemeinsamer Projektteams das Synergiepotenzial und leitete daraus konkrete Projekte ab. Dies betraf unter anderem die Zusammenlegung der Verkaufs- und Serviceorganisationen und die gegenseitige Abstimmung der verschiedenen Maschinensysteme.

Aufbau des indischen Marktes auf Kurs

In geografischer Hinsicht lag das Augenmerk im Berichtsjahr auf Asien. Nach der Eröffnung eines Technologiezentrums im indischen Bangalore im Vorjahr begann 2011 am gleichen Ort der Bau eines neuen Produktionswerks zur Herstellung von Bearbeitungszentren für den indischen Markt. Mit dieser ersten Produktionsstätte ausserhalb Europas unterstreicht die Starrag Group die künftige Bedeutung Asiens sowohl als Absatzwie Produktionsstandort.

Von StarragHeckert zu Starrag Group

Im Zusammenhang mit der strategischen Akquisition von Dörries Scharmann im Berichtsjahr wurde das Markenkonzept überprüft und den neuen Gegebenheiten angepasst. Als Konsequenz tritt das Unternehmen als Gruppe neu unter dem Namen Starrag Group auf. Die Produkte werden weiterhin unter den bisherigen, auf dem Markt gut eingeführten und etablierten neun Marken vertrieben (Berthiez, Dörries, Droop+Rein, Heckert, Scharmann, SIP, Starrag, TTL, WMW). Dies stärkt nicht nur die Innovationskraft des Einzelnen dank des gemeinsamen Daches, sondern auch das Erfolgspotenzial des Ganzen.

Dividendenantrag

Aufgrund des positiven Ergebnisses schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung
die Ausschüttung einer Dividende in Form einer verrechnungssteuerfreien Ausschüttung
aus Kapitaleinlagen in Höhe von 1.20 CHF pro Aktie vor. Die Ausschüttungsquote liegt mit 37 % am oberen Rand des langfristig angestrebten Werts von 25 % bis 33 %. Auf der Basis des Schlusskurses der Aktie von 49.55 CHF per Ende 2011 entspricht die Dividende einer Rendite von 2.4 %.

Zuversichtlicher Ausblick

Als Folge des hohen Auftragsbestands von knapp 240 Mio. CHF per Ende 2011, einer vollen Projektpipeline sowie der robusten Konjunktur im zivilen Flugzeugbau, einem für die Starrag Group wichtigen Zielmarkt, rechnet das Unternehmen für 2012 unter der

Voraussetzung eines stabilen konjunkturellen Umfelds mit einer Steigerung von Umsatz, Auftragseingang und Ergebnisse. Bei den Materialkosten und dank der Zusammenführung der Verkaufsgesellschaften in den USA und Grossbritannien werden aus der Akquisition von Dörries Scharmann substantielle Synergien erwartet. Der wachsenden Bedeutung der Märkte Lateinamerikas wird im Lauf von 2012 neu mit einer eigenen Präsenz in Mexiko und Brasilien Rechnung getragen. Auf der Produktseite ist die Markteinführung von drei neuen Maschinenkonzepten vorgesehen.

Zum Firmenprofil >>


Bericht in folgender Kategorie:
Wirtschaftliches

Special Digitalisierung der Zerspanungstechnik

WT_Technology-Center_Toolroom_vernetzt.jpg Die aktuell wichtigste Aufgabenstellung für Hersteller und Anwender von Werkzeugmaschinen ergibt sich aus der Digitalisierung der Produktionsumgebungen. Auf der EMO 2019 haben zahlreiche Anbieter IHRE Möglichkeiten für eine Smarte Zerspanung vorgestellt – mit unterschiedlichem Fokus spiegelten sich vielfältige Lösungen zur Vernetzung, Datenanalyse und zu neuen Services wider.
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2019/Fertigungstechnik/Ausgabe283/19722/web/IMG_1715.jpgGenial einfach, einfach genial
Wir sprachen mit Günther Koch, Product Management Turning Central Europe bei Sandvik Coromant, über die Praxis-Ergebnisse von PrimeTurning bzw. dem Stechen mit der Y-Achse sowie neue Produkte.
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren