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Fenster in der Fabrik


Schnittstellenfreie Prozessoptimierung in der Fertigung. x-technik:
Herr Pappenberger, Sie haben als Produktmanager zusammen mit Ihrem Software-Entwicklungs-Team bei Coscom eine bemerkenswerte Software entwickelt.

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Hr. Pappenberger

Hr. Pappenberger

Für welche Zielgruppe ist sie gedacht und aus welcher Notwendigkeit ist Ihre Innovation entstanden?


Hr. Pappenberger:

COMU ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der COSCOM Prozesskette für die Fertigungsindustrie. Sie vereint als ganzheitliche schnittstellenfreie Lösung zur Fertigungsoptimierung die Funktionen von MDE/BDE, DNC und Darstellung von Werkzeugdaten, Zeichnungen, Fotos usw. in einer Software-Applikation, kombiniert mit innovativen Hardware-Lösungen – vom Einsatz in mittelständischen Unternehmen bis hin zum Großkonzern. Als Fabrik-Informations-System bereitet die Software-Lösung COMU alle fertigungsrelevanten Daten auf und stellt sie fertigungsgerecht dar, und zwar an jedem Ort im Betrieb, immer dort sie gebraucht werden. COMU dient allen Unternehmen mit einer Fertigungs- oder Montageabteilung, um Prozesse und Informationen transparent zu machen, quasi als „Fenster in die Fabrik“. Langfristig sichert COMU durch eine bessere Mitarbeiterinformation qualifiziertere Arbeitsplätze in der Fertigung und trägt zur erheblichen Produktivitätssteigerung der Symbiose „Mensch und Maschine“ bei.


x-technik:

COMU wurde im letzten Jahr auf der EMO erstmals vorgestellt, wo liegt die Weiterentwicklung und was bedeutet das für Kunden, die Ihr Produkt bereits gekauft haben.

Hr. Pappenberger:

Früher wurden verschiedene Software-Lösungen benötigt, um Fertigungsprozesse abzubilden, so hatte der Mitarbeiter eine MDE/BDE-Software, ein DNC-System usw. heute hat er nur noch COMU - eine Lösung für alle Anforderungen. Zusätzlich war die „kinderleichte Bedienung“ oberste Prämisse bei der Entwicklung von COMU. Ein Arbeitsplatz in der Fertigung/Montage ist kein Office-Arbeitsplatz, der Mitarbeiter soll die Software also möglichst schnell und einfach lernen und ohne großen Zeitaufwand bedienen können.

x-technik:

Kann nur eine Software so viele verschiedene Ansprüche abdecken und was machen Unternehmer, die bereits eine andere Software einsetzen?

Hr. Pappenberger:

COMU ist vollkommen modular aufgebaut und wird an die individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst – von der Integration in bestehende Systeme bis hin zur Ablösung bisheriger Einzellösungen. COMU kann also jederzeit erweitert werden. Den optimalen Nutzen kann das Unternehmen durch die schnittstellenfreie Kommunikation innerhalb der COSCOM Prozesskette aus Fertigungsebene erzielen. Zertifizierte Schnittstellen zu übergeordneten ERP/PPS-Systemen wie z.B. SAP garantieren einen reibungslosen Datenaustausch.

x-technik:

Ein Klein- und Mittelunternehmer wird sich größere Investitionen genau überlegen. Ab welcher Firmengröße ist ein Einsatz interessant?

Hr. Pappenberger:

Wie
schon erwähnt kann COMU durch den modularen Aufbau bedarfsgerecht realisiert werden. Ein Einsatz ist also auch für kleinere Unternehmen ab ca. 10 Mitarbeitern in der Fertigung lohnenswert. Ebenso ist COMU eine branchenübergreifende Software-Lösung, nicht nur für die Metall- oder Kunststoffbranche, sondern für alle Unternehmen mit einer Fertigungs- oder Montageabteilung, egal ob Lohn-, Einzel- oder Serienfertiger.

x-technik:

Wie kann man sich die Produktentwicklungsarbeit vorstellen: wie erfahren Sie die Bedürfnisse der Industrie und gibt es eine Zusammenarbeit mit UNIs, FHs, HTLs, Öffentlichen Forschungsinstituten?

Hr. Pappenberger:
COSCOM hat sein „Ohr“ auf Messen, Workshops, Praxis-Seminaren, Anwenderforen, Kunden-Präsentationen usw. ständig am Markt, und das seit fast 30 Jahren. Und auch meine Funktion als Produktmanager mit über 15 Jahren Praxiserfahrung in der Prozessautomatisierung und –optimierung und dem ständigen Dialog mit Kunden und Interessenten lässt uns schnell auf die Bedürfnisse des Markts reagieren. Heute verstehen wir unsere Kunden nicht nur als „Kunden“, sondern als „Partner“. Oft entstehen aus der gemeinsamen Projektarbeit mit einigen „Vorreiter-Kunden“ wie z.B. Sauer-Danfoss marktreife Lösungen. Zusätzlich sei natürlich auch der rege Kontakt zur „Wissenschaft“ erwähnt, so wird beispielsweise COMU aktuell im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der Hochschule Bremen in der dortigen Musterfabrik installiert.

x-technik:

Gibt es in Ihrer Branche eigentlich auch die Tendenz der gemeinsamen Entwicklung von Produkten mit mehreren Firmen, vielleicht sogar von partiellen Mitbewerbern?

Hr. Pappenberger:

Zahlreiche Partner aus
der Hersteller-Industrie, wie z.B. Hermle, DMG oder Ingersoll liefern fachlichen Input, welcher natürlich zusätzlich in die Weiterentwicklung unserer Software-Lösungen mit einfließt. Grundsätzlich entwickelt COSCOM jedoch aber alle Produkte selbst, so wird eine dauerhafte Schnittstellenfreiheit und reibungslose Kommunikation aller Software-Module gewährleistet, die auch bspw. Updates standhält. Denn Zukunftssicherheit wird bei COSCOM groß geschrieben!

http://www.coscom.de

Bericht in folgenden Kategorien:
BDE, DNC, MDE

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