Fachverlag x-technik
search
 

Schließen


Für einen kräftigen Tritt in die Pedale

: HAAS


Man wird nur selten einen Italiener antreffen, der sich nicht für irgendeine Art von Radfahrzeugen, seien es Autos, Motorräder oder Roller, begeistert. Ivan Cavallaro macht da keine Ausnahme. Wie viele seiner Landsleute ist er ein Radsportfan, insbesondere von Straßenradrennen. Obgleich seine Zeit als „richtiger“ Rennfahrer bereits hinter ihm liegt, sind leistungsstarke Rennräder so sehr seine Leidenschaft geblieben, dass er in ein universelles Bearbeitungszentrum UMC-750 von Haas investiert hat, um einige der leichtesten und stabilsten Leistungskomponenten herzustellen, die auf dem Markt erhältlich sind.

/xtredimg/2016/Fertigungstechnik/Ausgabe155/10756/web/Bild_1_-_OMC_1_red.jpg
Mit dem im Unternehmen OMC eingesetzten, universellen Bearbeitungszentrum UMC-750 von Haas, werden einige der leichtesten und stabilsten Leistungskomponenten die auf dem Markt erhältlich sind, gefertigt.

Mit dem im Unternehmen OMC eingesetzten, universellen Bearbeitungszentrum UMC-750...

Vor etwa zehn Jahren haben Ivan Cavallaro und sein Bruder Walter, ebenfalls Radsportler und CNC-Maschinenbediener, eine Firma gegründet, um „für uns zu arbeiten und etwas Mechanisches zu machen“, wie Ivan sich erinnert. Bis etwa 2008/2009 haben sie für lokale Unternehmen kleine Teile hergestellt. Dann hatten sie die Idee, selbst entworfene Komponenten für Fahrräder zu produzieren und unter dem Markennamen OMC-Italia an andere „appassionati“ des Sports zu verkaufen.

Auch wenn die Maschinen von Haas keine Räder haben, ist Signore Cavallaro doch von ihnen genauso begeistert wie von seinen Fahrrädern. In der Tat wurde eines der erfolgreichsten Produkte von OMC, mit dem das Unternehmen sich wirklich als ernsthafter Anbieter von Radkomponenten etabliert hat, sogar zu Ehren von Haas nach dessen erster Maschine benannt.

V-Strong One

Der Experte für Werkzeugmaschinen wusste ganz genau, dass die Namensgebung der vertikalen Bearbeitungszentren Ende der 1980er Jahre mit der VF-1, der „Very First One“, begann. Also wurde der einteilige kombinierte Kurbelsatz von OMC mit zwei Kettenblättern, Kurbelstern und hohlen Tretkurbeln, die Cavallaro auf seiner UMC 750 bearbeitet, als „V-Strong One“ bezeichnet.

„2012 sind wir mit unserem CAD/CAM-System zu TopSolid gewechselt und haben das Teil überarbeitet, damit es noch leichter und stabiler wurde“, sagt Cavallaro. „Walter und ich haben unser letztes Geld investiert, um das Produkt
/xtredimg/2016/Fertigungstechnik/Ausgabe155/10756/web/Bild_2_-_OMC_3_red.jpg
Die UMC-750 von Haas hat es OMC ermöglicht, die Bearbeitung der vorderen Kettenblätter von zehn Arbeitsschritten auf eine einzige Aufspannung zu reduzieren.

Die UMC-750 von Haas hat es OMC ermöglicht, die Bearbeitung der vorderen Kettenblätter...

während einer sehr schwierigen Phase der italienischen Wirtschaft auf den Markt zu bringen. Wir sind ein großes Risiko eingegangen, wussten aber, dass wir ein großartiges Produkt geschaffen hatten.“

Traditionell werden die beiden Kettenblätter separat bearbeitet und dann auf einem zentralen Kurbelstern zusammen geschraubt, an dem auch die Tretkurbeln befestigt sind. Beim Kurbelsatz von OMC bestehen der Stern und die Kettenblätter jedoch aus nur einem Teil, das aus einem 2 Kilogramm schweren Rohling gefräst wird und zum Schluss nur noch 160 Gramm wiegt. Die beiden separaten Tretkurbeln sind hohl, was viel Gewicht einspart, und ebenfalls aus einem Rohling gefräst.

„Wir beginnen mit über 7 Kilogramm Aluminium und haben am Ende eine sehr stabile Baugruppe aus Kettenblättern und Kurbeln, die etwa 540 Gramm wiegt“, sagt Cavallaro. „Zwei unserer Hauptziele bestehen darin, leichte und robuste Teile zu bauen. Profi-Rennfahrer übertragen über die Kettenblätter und die Pedale eine große Kraft. Daher testen wir unsere Produkte auf einem Prüfstand, um sicherzugehen, dass wir ein maximales Kraft-Gewichtsverhältnis erreichen.

Von zehn auf eins

„In Bezug auf die Produktivität ist zu sagen, dass die UMC-750 von Haas es uns erlaubt hat, die Bearbeitung der Kettenblätter von zehn Arbeitsschritten auf eine einzige Aufspannung zu verringern. Diese Maschine hat sich als eine großartige Investition bewährt. Die Toleranzen
liegen bei etwa vier Mikrometer, womit die Haas Maschine nicht die geringsten Probleme hat“, betont Cavallaro.

Leider hat Walter Cavallaro, Ivans Bruder und Geschäftspartner, im Sommer 2015 sein Leben bei einem tragischen Motorradunfall verloren. Seitdem hat Ivan weiter daran gearbeitet, dass der Name OMC zum Synonym für Innovationen bei ultraleichten Fahrradteilen wird. Walter wäre zweifellos stolz. Wie sein Bruder war auch er ein Radsportfan und wie alle anderen auch davon besessen, immer schneller und immer weiter zu fahren und möglichst viel Spaß dabei zu haben.
Mit dem im Unternehmen OMC eingesetzten, universellen Bearbeitungszentrum UMC-750 von Haas, werden einige der leichtesten und stabilsten Leistungskomponenten die auf dem Markt erhältlich sind, gefertigt.
Die UMC-750 von Haas hat es OMC ermöglicht, die Bearbeitung der vorderen Kettenblätter von zehn Arbeitsschritten auf eine einzige Aufspannung zu reduzieren.
Der einteilige, kombinierte Kurbelsatz von OMC, mit zwei Kettenblättern, Kurbelstern und hohlen Tretkurbeln, den Ivan Cavallaro auf seiner UMC- 750 fertigt, hat die Bezeichnung „V-Strong One“.



Zum Firmenprofil >>


Bericht in folgender Kategorie:
Universal-Bearbeitungszentren

Special Digitalisierung der Zerspanungstechnik

WT_Technology-Center_Toolroom_vernetzt.jpg Die aktuell wichtigste Aufgabenstellung für Hersteller und Anwender von Werkzeugmaschinen ergibt sich aus der Digitalisierung der Produktionsumgebungen. Auf der EMO 2019 haben zahlreiche Anbieter IHRE Möglichkeiten für eine Smarte Zerspanung vorgestellt – mit unterschiedlichem Fokus spiegelten sich vielfältige Lösungen zur Vernetzung, Datenanalyse und zu neuen Services wider.
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2019/Fertigungstechnik/Ausgabe283/19722/web/IMG_1715.jpgGenial einfach, einfach genial
Wir sprachen mit Günther Koch, Product Management Turning Central Europe bei Sandvik Coromant, über die Praxis-Ergebnisse von PrimeTurning bzw. dem Stechen mit der Y-Achse sowie neue Produkte.
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren