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Hoch produktiv auf minimaler Fläche

: EMAG


Platzbedarf gehört heute zu einem der entscheidenden Kriterien bei der Wahl geeigneter Bearbeitungszentren. Deshalb hat die SW - Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH, Waldmössingen, die Baureihe vertikaler Bearbeitungszentren BA S03 verwirklicht.

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Die vertikalen Bearbeitungszentren BA S03 von SW nutzen die Vorteile der Gantry-Bauweise auf einem Monoblock.

Die vertikalen Bearbeitungszentren BA S03 von SW nutzen die Vorteile der Gantry-Bauweise...

Ihre Bauweise mit einem dreiseitig geschlossenen Monoblock und dem darauf aufgesetzten Gantry verbindet minimale Stellflächen, extreme Steifigkeiten und den gegen Späne und Kühlmittel geschützten Einbau sämtlicher Führungs- und Antriebselemente. Zu hoher Steifigkeit trägt die Konstruktion der Z-Achse nach dem Box-in-Box-Prinzip bei. Zwei separate Antriebe für die Y-Achse sorgen auch bei außermittiger Belastung durch Bearbeitungskräfte für eine parallele Bewegung des Schlittens. Die direkten Antriebe der Schwenkachsen in Verbindung mit direkten Messsystemen sorgen für +/- 5 Winkelsekunden Positioniergenauigkeit. Dadurch erreichen die Bearbeitungszentren im gesamten Arbeitsraum Positioniergenauigkeiten Tp nach VDI DGQ 3441 von 0,008mm. Für minimale Nebenzeiten sorgen die Beschleunigungen bis 8 m/s² und die Geschwindigkeiten bis zu 75 m/min in den linearen bzw. bis zu 50 °/s Schwenkgeschwindigkeit in den rotatorischen Achsen.

Direkt angetriebene Hauptspindeln

Die direkt angetriebenen Hauptspindeln drehen bis 17.500 min-1 und erreichen bereits ab 2.500 min-1 ihre Antriebsleistung von 15,5 kW (40% ED). Mit der Werkzeugaufnahme HSK 63 und 60 Nm Drehmoment eignen sie sich auch für größere Werkzeuge, z. B. Planfräser und Messerköpfe. Alternativ zu den bisherigen Spindeln steht inzwischen eine Ausführung mit mehr als doppeltem Drehmoment zur Verfügung. Bis zu 7,5 kg schwere und 70 mm bzw. bei freien Nebenplätzen bis 160 mm im Durchmesser messende Werkzeuge wechselt das Bearbeitungszentrum aus dem 40 (optional 64), bzw. bei Zweispindlern 2 x 20 (optional 2x32), Plätze fassenden Magazin. Das Pick-up Prinzip – die Hauptspindel
fährt auf den Wechselplatz – minimiert die dafür benötigte Zeit. So betragen die mittleren Span-zu-Span-Zeiten nur 3s.

Schwenkbare Spanbrücken

Im 600 x 400 x 400 mm (X-, Y-, Z-Achse) messenden Arbeitsraum befindet sich bei der Einplatz-Version die um 360° schwenkbare Spannbrücke, die bis zu 400 kg schwere Vorrichtungen und Werkstücke trägt. Diese Variante ist überwiegend für Einzelfertigung und Kleinserien geeignet. Eine höhere Produktivität und hauptzeitparalleles Be- und Entladen verwirklicht die Zweiplatz-Version. Sie verfügt über zwei beidseitig in einem Schwenkträger gelagerte, schwenkende Spannbrücken (A-Achse). Innerhalb von nur 3,5 s werden diese von der Be- und Entlade- in die Bearbeitungsposition um 180 ° geschwenkt. Gegen den Arbeitsraum ist die Be- und Entladeposition vollständig getrennt. Werkstücke lassen sich gefahrlos manuell, aber auch automatisiert mit einem Roboter oder unterstützt von einem Ladeportal be- und entladen. Mit zusätzlichen Rundtischen auf einer oder beiden Spannbrücken kann man Bauteile unter beliebigen Winkeln und an fünf Seiten in einer Aufspannung bearbeiten. Schnittstellen für hydraulische und pneumatische Antriebe bzw. Klemmungen sind bereits in die Schwenkträger und die Spannbrücken integriert.

Durch den optimalen Spänefall im rundum geschlossenen Arbeitsraum eignen sich die Bearbeitungszentren BA S03 bestens zur Trockenbearbeitung. Die innere Kühlmittelzufuhr der Hauptspindeln ist alternativ für konventionelle Kühl- Schmiermittel oder für Öl-Luft-Schmierung in Minimalmengen (Aerosole) bei Drücken bis 120 bar ausgelegt. Mit ihrer flexiblen Konzeption bilden die Maschinen von SW eine technisch und wirtschaftlich günstige Alternative zu wesentlich größeren und aufwändigeren Bearbeitungszentren, insbesondere beim Fertigen kleiner und mittlerer Werkstücke in wechselnden Losgrößen.

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