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Losgröße 1 optimal fertigen

: Zoller


Werkzeug- und Formenbauer haben es fast immer mit Losgröße 1 zu tun: Ein Werkzeug wird einmal hergestellt und dann produziert es Millionen von Spritzguss- oder Tiefziehteilen. Entsprechend bedeutet jedes Ausschussteil einen unverhältnismäßig hohen Verlust gemessen an der Fertigungsmenge. Mit den korrekten Werkzeugdaten wird bereits das erste Teil das gewünschte Gutteil. Für einen optimalen Fertigungsprozess ermittelt Zoller mit seinen Einstell- und Messgeräten die korrekten Werkzeugdaten und kann diese auch für weitere Anwendungen nutzen.

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Perfekte Formen mit perfekt vermessenen Werkzeugen: Bei Losgröße 1 ist die Herstellung des ersten Teils als Gutteil fundamental für die Wirtschaftlichkeit.

Perfekte Formen mit perfekt vermessenen Werkzeugen: Bei Losgröße 1 ist die...

Grundlage eines jeden Werkzeugs sind die CAD/CAM-Daten aus der Konstruktion. Hier ist für jedes Werkzeug jedes Maß und jede Toleranz hinterlegt. Doch der Weg von der Zeichnung zum fertigen Bauteil ist weit: Er reicht von der Montage der Werkzeuge über den Einbau der Werkzeuge in die Werkzeugmaschine bis hin zu der Bearbeitung selbst. Und jeder dieser Schritte ist mit entsprechenden Toleranzen behaftet. Auch wenn jede einzelne Toleranz klein sein mag, so kann sich das Zusammenspiel zu großen Abweichungen aufschaukeln und das Bauteil damit nutzlos machen. Damit ist nicht nur der Materialeinsatz, sondern sind auch die Maschinenlaufzeit und die Werkzeugabnutzung unwirtschaftlich.

Korrekte Werkzeugdaten reduzieren diese Toleranzen auf ein Minimum: Es bleibt nur noch die Toleranz der Spindel übrig, die einen Einfluss auf das Bearbeitungsergebnis haben kann.

Individuelle Messabläufe für jedes Werkzeug

Um komplexe Formwerkzeuge herzustellen, können hundert und mehr Zerspanungswerkzeuge zum Einsatz kommen. Wenn nur eines dieser Werkzeuge nicht in der gewünschten Form zerspant und eine aufwendige Nacharbeit nicht möglich ist, muss das ganze Bauteil meist verschrottet werden. So unterschiedlich die Werkzeuge sind, so unterschiedlich sind auch die Parameter, die bei den Werkzeugen ermittelt werden müssen.

Zoller kann für jedes beliebige Werkzeug ein eigenes Messprogramm mit einem optimierten Messablauf entwickeln. Der Bediener wählt das jeweilige Werkzeug aus – das kann für Standardwerkzeuge sogar aus einer Auswahl fotorealer Darstellungen erfolgen – und der Messablauf startet dann automatisch. Bei einfachen Werkzeugen
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Zoller redomatic ist ein Multitalent, das die drei Disziplinen Einstellen, Messen und Schrumpfen von Werkzeugen perfekt beherrscht.

Zoller redomatic ist ein Multitalent, das die drei Disziplinen Einstellen, Messen...

wie Bohrern ist oftmals nur die Länge der ausschlaggebende Parameter. Bei Gesenkwerkzeugen andererseits können einzelne Punkte der Schneidengeometrie für das Bearbeitungsergebnis relevant sein. Diese werden ebenfalls automatisch von den CNC-Achsen des Einstell- und Messgeräts angefahren und deren Werte ermittelt – auch beispielsweise unterschiedliche Konturelemente bei Werkzeugen mit mehreren Wendeschneidplatten die schlussendlich eine Gesamtkontur ergeben.

Automatisierter Prozess

Besteht das Einrichteblatt eines komplexen Bauteils aus vielen Werkzeugen, so ist an der Maschine die Zuordnung der Messwerte zu dem jeweiligen Werkzeug eine echte Herausforderung. Oder die Werkzeugdaten liegen elektronisch vor und sind dem jeweiligen Komplettwerkzeug direkt zugeordnet. Dann ist dieser aufwendige Prozess per Knopfdruck erledigt.

Grundvoraussetzung ist ein eindeutig identifizierbarer Werkzeughalter. Dieser kann mit einem QR-, Bar- oder DataMatrix-Code oder mit einem RFID-Chip ausgestattet sein. Nach dem Zusammenbau sind diesem Komplettwerkzeug die entsprechenden Werkzeugdaten zuordenbar. Hierfür werden die Werkzeugdaten bereits aus dem CAD/CAM-System eingelesen, auf deren Basis auch die Messabläufe automatisch generiert werden können.

Vor dem Vermessen der Werkzeuge werden die Komplettwerkzeuge identifiziert. Dann können die ermittelten Messwerte aus der Datenbank diesem Werkzeug zugeordnet werden. Beim Einsetzen
des Werkzeugs in die Werkzeugmaschine wird das Werkzeug per Leseeinheit identifiziert. Die entsprechenden Werkzeugdaten werden von der Maschinensteuerung eingelesen und stehen dem System zur Verfügung. Die Bearbeitung kann ohne weitere Kalibrier- und Einrichtearbeiten starten.

Ordnung durch Werkzeugdaten

Sind die Werkzeugdaten einmal erfasst und die Komplettwerkzeuge identifizierbar, können diese Daten auch noch anderweitig genutzt werden, beispielsweise für die Ordnung im Toolroom. Jedem erfassten Werkzeug kann ein eindeutiger Platz in einem der Smart Cabinets Werkzeugschränke zugeordnet werden. Dieser Platz ist in der Software nicht nur erfasst, sondern kann auch grafisch dargestellt werden. Damit sind die Werkzeuge jederzeit auffindbar und Zeit fürs Suchen kann eingespart werden. Zudem ist mit jedem Buchungsvorgang auch der Weg des Werkzeugs jederzeit nachvollziehbar und damit für den Bereich Qualitätssicherung und für die Rückverfolgbarkeit nutzbar.

Perfekte Formen mit perfekt vermessenen Werkzeugen: Bei Losgröße 1 ist die Herstellung des ersten Teils als Gutteil fundamental für die Wirtschaftlichkeit.
Zoller redomatic ist ein Multitalent, das die drei Disziplinen Einstellen, Messen und Schrumpfen von Werkzeugen perfekt beherrscht.
Unterschiedliche, zerspanende Werkzeuge stellen unterschiedliche Ansprüche an die Messverfahren. Zoller bietet werkzeugspezifische, individuelle Lösungen.
Einstell- und Messgerät venturion 450 zum automatischen Vermessen unterschiedlichster, zerspanender Werkzeuge.


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Special Digitalisierung der Zerspanungstechnik

WT_Technology-Center_Toolroom_vernetzt.jpg Die aktuell wichtigste Aufgabenstellung für Hersteller und Anwender von Werkzeugmaschinen ergibt sich aus der Digitalisierung der Produktionsumgebungen. Auf der EMO 2017 haben zahlreiche Anbieter IHRE Möglichkeiten für eine Smarte Zerspanung vorgestellt – mit unterschiedlichem Fokus spiegelten sich vielfältige Lösungen zur Vernetzung, Datenanalyse und zu neuen Services wider.
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Im Gespräch

/xtredimg/2019/Fertigungstechnik/Ausgabe279/18292/web/Bild_1.jpgQualität unter Kontrolle
Seit Anfang April gibt es einen „neuen“ Mann an der Spitze von Hexagon Österreich. Im weitesten Sinne könnte man in diesem Fall sogar von einer Rückkehr sprechen, zumal Thomas Szirtes vor ziemlich genau zehn Jahren bereits einmal für die Hexagon-Gruppe tätig war – als Regionalvertriebsleiter bei der m&h Inprocess Messtechnik GmbH nämlich. Nun hat er in seiner ersten Geschäftsführer-Position „einiges“ vor: So will er beispielsweise gemeinsam mit seinem Team vermehrt dazu übergehen, ganze Prozesse zu automatisieren, um die Lücke zwischen Produktion und Qualitätssicherung zu schließen. Das Gespräch führte Sandra Winter, x-technik
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