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Mechatronik – Die Zukunft ist heute!

2014 erhielt Dr. Thomas Voglhuber- Brunnmaier den MEC für die beste Dissertation. In seiner Arbeit „The Modeling of Acoustic Fluidic Sensors using Spectral Methods“ behandelte er die Modellierung von Flüssigkeitssensoren zur Messung von Dichte und Scherviskosität. Welchen Einfluss hatte der Preis auf seine weitere berufliche Laufbahn? Nina Meisinger vom Mechatronik-Cluster im Gespräch mit MEC-Preisträger Dr. Thomas Voglhuber-Brunnmaier:

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Dr. Thomas Voglhuber-Brunnmaier (links), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mechatronik und Mikrosensorik an der Johannes Kepler Universität Linz.

Dr. Thomas Voglhuber-Brunnmaier (links), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut...

Wie haben Sie vom Mechatronik-Preis erfahren und weshalb haben Sie Ihre Dissertation eingereicht?

Speziell unter uns Mechatronikern ist dieser Preis gut bekannt. Ein Kollege, der selbst schon Preis¬träger war, meinte, dass meine Arbeit gute Chancen hätte und der Besuch des Festakts eine schöne Sache sei, auch wenn man nicht gewinnt. Der unkomplizierte Einreichvorgang tat dann noch sein Übriges.

Wie groß war die Freude über den MEC und hatte der Gewinn für Sie auch positive berufliche Auswirkungen?

Das Diplomstudium Mechatronik ist sehr fordernd und gerade am Anfang sind Selbstzweifel unvermeidlich. Bei Prof. Jakoby dann nach Abschluss des Diplomstudiums als Doktorand beginnen zu dürfen, war ein großes Glück – in wissenschaftlicher wie auch in menschlicher Hinsicht. Ich konnte meine Freude über den Preis für die Dissertation kaum in Worte fassen und sehe ihn als krönenden Abschluss meines Ausbildungsweges an.

Sie arbeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mikroelektronik und Mikrosensorik der Johannes Kepler Universität Linz. An was forschen Sie gerade?

Ein Schwerpunkt am Institut ist die Erforschung von resonanten Systemen zur Messung von Flüssigkeitseigenschaften. Ich bin dabei in die mathematische Modellierung dieser Sensoren
und die Erarbeitung optimierter Signalverarbeitungsmethoden zur Bestimmung der Fluideigenschaften involviert. Mein Beitrag fließt auch in ein kürzlich gegründetes Spin-Off-Unternehmen ein, welches sich zum Ziel gesetzt hat, unsere gesammelte Expertise auf diesem Gebiet in der Industrie sowie im Forschungsumfeld zu etablieren. Anwendungen ergeben sich in der Treibstoffanalyse, der Biotechnologie sowie der Detektion von Viskositäts- und Dichteveränderungen in biologischen Flüssigkeiten für die Human- und Veterinärmedizin.

Was würden Sie jungen Menschen sagen, was einen guten Forscher ausmacht?

Leider ist es nicht möglich jemandem einfach ein Handbuch darüber, was eine gute Forscherin oder einen guten Forscher ausmacht, in die Hand zu drücken. Ich finde, dass ein guter Forscher ein Handwerker ist, der weiß, wie er seine Werkzeuge einzusetzen und Instand zu halten hat. Will der Forscher neue Dinge/Lösungen finden, so muss er diese Werkzeuge auf neue und kreative Weise anwenden können – ähnlich einem bildenden Künstler. Ist eine plausible Theorie gefunden, so müssen alle Indizien, die für oder gegen diese sprechen, akribisch bewertet und entschieden werden, ob die Beweislage zwingend ist. Ein Forscher ist also auch ein Detektiv. Wer ein guter Forscher werden will, sollte früh den Handwerker, Künstler und Detektiv in sich gleichermaßen kultivieren. Weiters ist die Interaktion mit anderen Forschern sehr wichtig. Am allerwichtigsten ist aber, sich die Freude am Dazulernen zu bewahren.

www.mechatronik-cluster.at

Dr. Thomas Voglhuber-Brunnmaier (links), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mechatronik und Mikrosensorik an der Johannes Kepler Universität Linz.
Bild: V.l.n.r. (1. Reihe): Dr. Franz Schreiner, DI Daniel Strasser, Florian Schauer, MSc, DI Dr. Thomas Passenbrunner, LR Dr. Michael Strugl V.l.n.r. (2. Reihe): Dr. Axel Greiner, Mag. Christoph Königslehner, Mag. Elmar Paireder, Norbert Graf, Matthias Forstenpointner, Stefan Harweck, Markus Kainz, Dr. Josef Kinast, DI Dr. Johann Hoffelner (Bild): Business Upper Austria


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