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Qualität als Leidenschaft: Präzisions-Werkzeugmaschinen mit Praxistauglichkeit

: Fehlmann


Seit ihrer Gründung im Jahre 1930 hat die Fehlmann AG weltweit bereits über 12.000 Werkzeugmaschinen geliefert. Die präzisen Fräsmaschinen aus der Schweiz werden in Österreich seit rund zwei Jahren von der Alfleth Engineering GmbH vertrieben. Wir sprachen mit Firmenchef Frank Fehlmann und Verkaufsleiter Alain Strebel, wie sich die Zusammenarbeit seitdem entwickelt hat, welche neuen Fertigungskonzepte in der Pipeline stehen und was Fehlmanns Antwort auf die zunehmende Digitalisierung ist. Das Gespräch führte Ing. Robert Fraunberger, x-technik

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Wir praktizieren eine hohe Fertigungstiefe, dies gewährleistet eine durchgängige Qualität und höchste Präzision. Zudem profitieren unsere Kunden von kurzen Lieferzeiten und hoher Verfügbarkeit beim Service. Frank Fehlmann, CEO Fehlmann AG

Wir praktizieren eine hohe Fertigungstiefe, dies gewährleistet eine durchgängige...

Herr Fehlmann, letztes Jahr war wirtschaftlich sicherlich eines der Besten in der Branche seit Langem. Wie läuft´s bei Fehlmann aktuell?

Ja, in der Tat, 2018 endete auf Rekordniveau. Vor allem die Hochleistungs-5-Achs-Maschinen der Baureihe VERSA liefen hervorragend. Der Umsatzanteil dieser Baureihe beträgt bereits über 50 Prozent an der Gesamtleistung. Aktuell sind wir sehr gut ausgelastet.

Und der österreichische Markt?

In Österreich zeichnet sich, wie in allen hochentwickelten Märkten, ein Fachkräftemangel ab. Das bedeutet, Kunden sehen sich einerseits vermehrt nach automatisierbaren Bearbeitungslösungen um, andererseits aber auch nach einfach zu bedienenden, leistungsfähigen Fräsmaschinen, die auch in der Facharbeiter-Ausbildung eingesetzt werden können.

Herr Strebel, wie hat sich die Zusammenarbeit mit Alfleth entwickelt?



Die Alfleth Engineering AG ist unsere Partnerfirma für die Bearbeitung der osteuropäischen
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Geschäftsführer Frank Fehlmann (links) und Gebiets-Verkaufsleiter Alain Strebel sind mit der Zusammenarbeit mit der Alfleth Engineering AG sehr zufreiden.

Geschäftsführer Frank Fehlmann (links) und Gebiets-Verkaufsleiter Alain Strebel...

Märkte. Wir arbeiten seit über 20 Jahren eng zusammen. Aufgrund der langjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit übertrugen wir Alfleth außerdem die Exklusivität im österreichischen Markt. Die Inbetriebnahme wie auch allfällige Kundendienst-Arbeiten erfolgen direkt durch unsere eigenen Fehlmann-Techniker.

Wo sehen Sie in Österreich die größten Potenziale für Fehlmann-Lösungen?

Eindeutig im Bereich der automatisierten 5-Achs-Bearbeitung. Wir fokussieren uns auf kleine und mittlere Losgrößen für die hochgenaue Bearbeitung von Werkstücken in verschiedensten Anwendermärkten.

Herr Fehlmann, Ihre Firma setzt traditionell auf eine hohe Fertigungstiefe. Wie wichtig ist das für Ihr Unternehmen?

Fehlmann hat in den vergangenen Jahren stark in die Entwicklung und Produktionskapazitäten investiert, weil wir überzeugt sind, dass wir dadurch unseren Kunden einen Mehrwert an Präzision am Werkstück und Kompetenz im Kundendienst bieten können. Zudem erlaubt uns dies, die Verfügbarkeit der Ersatzteile optimal zu steuern.

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In klimatisierten Produktionshallen werden bei Fehlmann die Präzisions-Bauteile nach dem Qualitätsstandard ISO 9001 gefertigt. Modernste Fertigungs- und Messmethoden garantieren optimale Qualität.

In klimatisierten Produktionshallen werden bei Fehlmann die Präzisions-Bauteile...

Ihre Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren sind vor allem für hohe Präzision, Benutzerfreundlichkeit und flexible Automatisierungsmöglichkeiten bekannt. Wie wichtig sind diese Faktoren für Fehlmann?

Enorm wichtig! Es definiert quasi die Nische, in der wir unsere volle Stärke ausspielen können. Gerade bei Einzelteilen oder kleinen Serien will man heute ebenfalls automatisieren. Da der anteilige Einrichteaufwand bei Einzelteilen höher ist, sind die besonderen Merkmale wie gute Zugänglichkeit zum Arbeitsraum bzw. zum Werkzeugwechsler unabdingbar. Dass wir als Schweizer Maschinenbauer die entsprechend hohe Präzision ans Bearbeitungsteil bringen, erachten wir als selbstverständlich.

Vor knapp zwei Jahren haben Sie die neue Maschinenentwicklung VERSA 645 linear zur dynamischen 5-Achs-Bearbeitung komplexer Werkstücke und Formen vorgestellt. Welche Fertigungskonzepten entwickeln Sie gerade?

Unser Maschinenprogramm präsentiert sich top-aktuell. Mit unserem schlagkräftigen Entwicklungsteam in der Konstruktion, Elektro- sowie Software-Entwicklung arbeiten wir daran, dass das so bleibt. Wir sehen wachsenden Bedarf im hochpräzisen 5-Achs-Fräsen wie auch in der einfach und schnell einrichtbaren 3-Achs-Maschine. Prozessseitig sehen wir, dass die Verfahren mit definierter Schneidgeometrie und das Schleifen immer mehr ineinandergreifen. Die Grenzen der Einsetzbarkeit verschiedener Bearbeitungsprozesse werden immer weiter gesteckt. Die Bearbeitung sehr harter Materialien wie z.B. Hartmetall wird somit möglich.
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Dies erfordert immer genauere und prozesssichere Maschinen.

Herr Strebel, Smart Factory, App- und Cloud-Lösungen bzw. allgemein gesagt Industrie 4.0 – können Sie uns einen Ausblick zur Digitalisierungsstrategie von Fehlmann geben?

Hier arbeiten wir eng mit den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen unserer Steuerungslieferanten sowie den Schweizer Technischen Hochschulen zusammen. Aber selbstverständlich betreiben wir auch on-site Entwicklung für die automatisierte Zellensteuerung unserer Bearbeitungslösungen (Fehlmann Milling Center Manager MCM™). So sind wir in der Lage, automatisierte Zellenlösungen aus einer Hand zu bieten, aber auch nahezu jede Fremd-Software via Schnittstellen zu integrieren. Diese entwickeln wir selbst und in Zusammenarbeit mit den Software-Herstellern.

Fehlmann-Maschinen haben die Besonderheit, dass sie alle mit einem Profi-Net-System ausgestattet sind. Dies ermöglicht die schnelle und effiziente Einbindung in ein bestehendes System oder die Ansteuerung kundenspezifischer Lösungen.

Auch Optionen wie z. B. die „Machine – Status Notification“, über welche die Maschinenzustände erfasst und an frei konfigurierbare Bezugspersonen per E-Mail gesendet werden können, zeigen auf, dass wir bei diesem Thema am Puls der Zeit sind. Wir achten jedoch bei Fehlmann besonders auf den Praxisnutzen der Digitalisierung aus der Sicht des Anwenders.

Sie sind auch Aussteller der Moulding Expo in Stuttgart. Wie hat sich die Messe Ihrer Meinung nach entwickelt?

Die Moulding Expo hat sich als europäische Leitmesse des Werkzeugbaus etabliert. Die Fehlmann AG ist seit Anfang an Aussteller und die Erwartungen haben sich erfüllt. Bei den Exponaten konzentrieren wir uns speziell auf Lösungen für die Bereiche Werkzeug-, Modell- und Formenbau. Dieses Jahr zeigen wir drei Maschinen aus unserem Programm: das 5-Achs-Hochleistungs-Bearbeitungszenter in Portalbauweise VERSA 645 linear, die Präzisions-Fräsmaschine PICOMAX 56 TOP für den CNC- und manuellen Betrieb und die handliche Bohr-/Fräsmaschine PICOMAX 21-M.

Moulding Expo: Halle 3, Stand B52

Wir praktizieren eine hohe Fertigungstiefe, dies gewährleistet eine durchgängige Qualität und höchste Präzision. Zudem profitieren unsere Kunden von kurzen Lieferzeiten und hoher Verfügbarkeit beim Service. Frank Fehlmann, CEO Fehlmann AG
Geschäftsführer Frank Fehlmann (links) und Gebiets-Verkaufsleiter Alain Strebel sind mit der Zusammenarbeit mit der Alfleth Engineering AG sehr zufreiden.
In klimatisierten Produktionshallen werden bei Fehlmann die Präzisions-Bauteile nach dem Qualitätsstandard ISO 9001 gefertigt. Modernste Fertigungs- und Messmethoden garantieren optimale Qualität.
Das im Jahr 2016 präsentierte Hochleistungs-Bearbeitungszentrum VERSA 645 linear deckt nebst den herkömmlichen Verfahren auch neue Anwendungsgebiete perfekt ab, wie das Verfahren im 5-Achs-Simultanbereich mit variabel konischen Schaftfräsern (Kreisbogen-Frässtrategie). Hier abgebildet mit Paletten-Handlingssystem ERC 80.
Die Fehlmann AG Maschinenfabrik mit Sitz in Seon (CH) bietet Entwicklung, Planung, Produktion und Administration unter einem Dach.


Bericht in folgenden Kategorien:
Werkzeugmaschinen, Bearbeitungszentren

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