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Rüstzeiten sparen

: Romai


Wer Großteile bearbeitet kennt den Aufwand, die oft mehrere Tonnen schweren Teile umzuspannen, um alle Bearbeitungen in und um ein Bauteil ausführen zu können. Hinzu kommt, dass es auf Grund der entsprechend groß dimensionierten Maschinen oft auch Bauteilzonen gibt, an die man beispielsweise mit einem demzufolge mächtigen Fräskopf nicht hinkommt. Beide Problemsituationen löst der Härtemaschinenhersteller HEESS mit einem Winkelkopf von ROMAI.

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Der individuell angepasste Winkelkopf bei Heess, mit l = 600 mm und b = 98 mm, ist eine besonders lange und schmale Bauform, die immerhin bis 3.000 min-1 und ein maximales Drehmoment von 250 Nm bietet.

Der individuell angepasste Winkelkopf bei Heess, mit l = 600 mm und b = 98 mm,...

HEESS ist ein familiengeführtes Unternehmen, das schon seit den 70er Jahren Härtemaschinen entwickelt und baut. Aus ständigem Verfeinern und Optimieren der Verfahren sind zahlreiche Patente und Schutzrechte entstanden, die den hohen Innovationsgrad des Unternehmens dokumentieren. So ist HEESS heute unter anderem der global führende Hersteller von Fixtur-Härteanlagen. Neben Härtemaschinen gehören auch Handlingsysteme zur Be- und Entladung, Ofenmanipulatoren, Magazineinrichtungen sowie Maschinen zur energiesparenden Teilereinigung nach dem Härten in das Produktportfolio.

Winkelkopf schafft Zugängigkeit

In einem ergänzenden Geschäftsbereich nutzt HEESS den vorhandenen und für die Bearbeitung von Großbauteilen prädestinierten Maschinenpark auch für Lohnarbeiten. „Hier kam es immer öfter zu Situationen, dass wir Bauteile nicht komplett bearbeiten konnten, weil wir z.B. an innen liegende Bereiche mit dem großen Fräskopf der Fahrständer-Fräsmaschine mit acht Meter Verfahrweg, auf der wir Teile bis immerhin 20 Tonnen bearbeiten können, nicht beikamen“, erzählt Steven Poth von der Arbeitsvorbereitung bei HEESS. In solchen Fällen den Fräskopf gegen einen Winkelkopf zu tauschen erschien HEESS als adäquate Lösung.

Gleichzeitig beschäftigte sich das Team der Arbeitsvorbereitung bei HEESS damit, generell die Flexibilität bei der mechanischen Bearbeitung großer Werkstücke zu verbessern, um Rüstzeiten zu sparen. „Das Umspannen von zig Tonnen schweren Bauteilen kann mehrere Stunden dauern“, erklärt Poth.
Im Vergleich dazu ist der Austausch des Fräskopfes gegen einen Winkelkopf ruckzuck erledigt und es lassen sich in einer Aufspannung Bearbeitungsflächen erreichen, für die ein Bauteil sonst ein oder gar mehrmals gedreht werden müsste.

Flexibel einsetzbar

Zugeschnitten auf das Teilespektrum für die eigene Maschinenproduktion und ausgerichtet auf die Anforderungen aus dem Bereich der Lohnfertigung wurden gemeinsam mit ROMAI, als renommiertem Hersteller für Präzisionsvorsatzgetriebe, die Spezifikationen für einen individuellen Winkelkopf definiert. Mit Abmessungen von 600 Länge und 98 Millimeter Breite ist eine besonders lange und schmale Bauform entstanden, die immerhin bis 3.000 min-1 und ein maximales Drehmoment von 250 Nm bietet. Das Winkelkopfgehäuse ist in Stahl ausgeführt, um einen besonders schwingungsarmen Lauf und höchste Steifigkeit zu erreichen. Die maschinenseitige Anbindung erfolgt über einen passend zur vorhandenen FPT Fahrständer-Fräsmaschine ausgeführten Flansch. „Im nächsten Step wollen wir den Winkelkopf noch mit einer weiteren Maschinenschnittstelle für unser Anayak Hochleistungs-Bearbeitungszentrum ausstatten, um ihn flexibel in unterschiedlichen Anlagen einsetzen zu können“, so Poth abschließend.

Der individuell angepasste Winkelkopf bei Heess, mit l = 600 mm und b = 98 mm, ist eine besonders lange und schmale Bauform, die immerhin bis 3.000 min-1 und ein maximales Drehmoment von 250 Nm bietet.
Innenbearbeitungen in großen Maschinengehäusen bei Heess, die mit dem Fräskopf der Fahrständer-Fräsmaschine nicht erreichbar sind, werden mit einem ROMAI-Winkelkopf zugänglich.


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Winkelköpfe, Großteilebearbeitung

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