Fachverlag x-technik
search
 

Schließen


Solider Maschinenbau

: SPINNER


Für einen Auftrag zur Fertigung von 20.000 Aluminiumteilen benötigte die KOWE CNC-Metallverarbeitungs GmbH eine neue CNC-Drehmaschine. Wie immer spielte dabei das Preis/Leistungsverhältnis eine wesentliche Rolle, aber auch Stabilität und Leistung sowie eine rasche Verfügbarkeit waren wichtige Auswahlkriterien. Die Spinner CNC-Universaldrehmaschine TC800-110-SMCY erfüllte die Vorgaben des oberösterreichischen Lohnfertigers mit Bravour.

7652
Die Spinner TC800-110-SMCY besticht durch ihre Stabilität und Kompaktheit, ein hohes Drehmoment, einen großen Verfahrweg der Y-Achse und stabilen VDI 50 Werkzeugen.

Die Spinner TC800-110-SMCY besticht durch ihre Stabilität und Kompaktheit,...

Der Geinberger Familienbetrieb KOWE CNC-Metallverarbeitungs GmbH bearbeitet unter der Leitung des engagierten Inhabers Siegfried Kobencic die unterschiedlichsten Materialien. Stahlsorten, nichtrostende Stähle, Aluminium, Messing, Titan, Silber, Kupfer aber auch verschiedenste Kunststoffe gehören zum Alltag. Sowohl Prototypen als auch Serienteile bis 100.000 Stück werden als Halbfertig- und Fertigteile in zwei Schichten mit einer dritten mannlosen Schicht produziert. Genau diese Vielfalt an Bearbeitungsmöglichkeiten ist für den Geschäftsführer der wesentliche Baustein des Erfolges, der auch trotz der momentan angespannten Situation weiter anhält. Mit derzeit 40 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen 2008 einen Umsatz von rund EUR 4,25 Mio. Einen Teil zu diesem Umsatz trug und trägt dabei ein „spektakulärer“ Auftrag bei, für den KOWE eine neue CNC-Universaldrehmaschine benötigte.

Ein Dach für Abu Dhabi

Ab 2009 wird in Abu Dhabi auf der Insel Yas ein Grand Prix zur Formel-1-Weltmeisterschaft auf einem 5,8 Kilometer langen Kurs ausgetragen. Dieser Kurs ähnelt sehr dem Stadtkurs in Monte Carlo. Dabei führt die Strecke in Abu Dhabi zwischen zwei
Gebäuden des Yas Marina Circuit Hotels hindurch. Das Hotel besticht ganz besonders durch eine spezielle Dachkonstruktion.

Verantwortlich für die Bauausführung dieser Dachkonstruktion ist die Firma Waagner-Biro. Als Sublieferant fertigt KOWE für das Projekt rund 20.000 Einzelteile für die 5.200 verschiedenen! Aluminiumrahmen des Daches. Aus Kapazitätsgründen benötigte KOWE für diesen Auftrag eine neue CNC-Universaldrehmaschine,
da alle anderen Maschinen für diese Bauteilgröße voll ausgelastet waren. Neben einem guten Preis-/Leistungsverhältnis, einer hohen Stabilität und Leistung zog Siegfried Kobencic dabei auch die Lieferzeit in Betracht. Da KOWE bereits mit einer Spinner TC77-SMCY sehr gute Erfahrungen gemacht hat, kam hier der deutsche Maschinenbauer wieder zum Zug. Zum einen stimmt laut Kobencic bei Spinner das „berühmte“ Verhältnis ganz bestimmt, zum anderen war die Maschine innerhalb kürzester Zeit lieferbar.

Solide Mechanik

Die Spinner TC800-110-SMCY ist mit Gegenspindel und einer Y-Achse ausgestattet, wodurch jeweils bis zu zwölf angetriebene Werkzeuge zur Verfügung stehen und Komplettbearbeitung möglich wird. Neben leistungsstarken Spindelantrieben mit kräftigem Drehmoment und höchsten Zerspanungsleistungen war für KOWE der besonders robuste mechanische Aufbau wichtig. In dieser Hinsicht kann sich die TC800-110-SMCY durchaus sehen lassen, wie Gerhard Rees, Vertriebsingenieur bei Spinner Österreich, versichert: „Die Maschinen ist konservativ aufgebaut, zum Beispiel mit Gleitführungen, die wesentlich stabiler als Wälzlagerführungen sind.“ Ein volles Gussbett und aufgeschraubte gehärtete Führungsleisten tragen zur hohen Stabilität bei. Auch die Y-Achse ist mit Gleitführungen und nicht mit Rollenführungen ausgestattet.

„Neben der Stabilität und Kompaktheit der Maschine waren das hohe Drehmoment von rund 2.000 Nm, ein großer Verfahrweg der Y-Achse und die stabilen VDI 50 Werkzeuge mit 9,6 Kw für uns weitere wichtige Kriterien“, erklärt Siegfried Kobencic. Standardmäßig ist die Maschine mit der Siemens-Steuerung 840D SolutionLine ausgerüstet.

Service und After Sales Top

Das Service wird aus der Zentrale in Deutschland gesteuert. Falls Störungen/Probleme nicht direkt durch den Telefonsupport behoben werden
können, wird entweder ein Spinner-eigener Servicetechniker vor Ort geschickt oder die Firma CNC Service GmbH aus Schlüßlberg (OÖ) beauftragt. „Für mich ist vor allem ein zuverlässiger und kompetenter Telefonsupport wichtig. Denn eine richtige Ferndiagnose spart meistens beiden Seiten eine Menge Zeit und Geld. In diesem Punkt können sich viele Hersteller bei Spinner ein Beispiel nehmen“, so der Geschäftsführer. Und Gerhard Rees ergänzt: „Auch mit der Firma CNC Service arbeiten wir seit ca. drei Jahren zur vollsten Zufriedenheit zusammen.“

In drei Monaten 130 Tonnen Alu

Für die Bearbeitung der Teile werden rund 130 Tonnen AlMgSi1 benötigt, eine Aluminiumlegierung, die sehr langspanend und nicht gerade einfach zu bearbeiten ist. Denn auch die Gefüge-Schwankungen im Material selbst sind sehr groß. Auf der TC800-110-SMCY finden zahlreiche Operationen statt (Plandrehen, Längsdrehen, Konus- und Radienschruppen/ -schlichten, Planschlichten, Planschruppen, Einstiche mit konischem Ausdrehen), die in maximal sechs Minuten Laufzeit acht Kilogramm Späne erzeugen. Die Produktion der Teile nimmt bei KOWE in Summe drei Monate in Anspruch.

Zum Abschluss kommt Siegfired Kobencic noch auf das Thema Temperaturschwankungen zu sprechen: „Bei den Spinner-Maschinen sind Temperaturschwankungen kein Thema. Das ist leider nicht bei allen Herstellern so. Zurückzuführen ist das sicherlich auf die stabile Grundkonstruktion mit den hochwertigen Führungen.“ Und er fügt hinzu: „Um heutzutage wirtschaftlich produzieren zu können, muss man als Lohnfertiger flexibel aufgestellt sein. Stabile Maschinen, die langfristig zuverlässig arbeiten sind dabei Voraussetzung.“

Zum Firmenprofil >>



Special Digitalisierung der Zerspanungstechnik

WT_Technology-Center_Toolroom_vernetzt.jpg Die aktuell wichtigste Aufgabenstellung für Hersteller und Anwender von Werkzeugmaschinen ergibt sich aus der Digitalisierung der Produktionsumgebungen. Auf der EMO 2017 haben zahlreiche Anbieter IHRE Möglichkeiten für eine Smarte Zerspanung vorgestellt – mit unterschiedlichem Fokus spiegelten sich vielfältige Lösungen zur Vernetzung, Datenanalyse und zu neuen Services wider.
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2019/Fertigungstechnik/Ausgabe279/18292/web/Bild_1.jpgQualität unter Kontrolle
Seit Anfang April gibt es einen „neuen“ Mann an der Spitze von Hexagon Österreich. Im weitesten Sinne könnte man in diesem Fall sogar von einer Rückkehr sprechen, zumal Thomas Szirtes vor ziemlich genau zehn Jahren bereits einmal für die Hexagon-Gruppe tätig war – als Regionalvertriebsleiter bei der m&h Inprocess Messtechnik GmbH nämlich. Nun hat er in seiner ersten Geschäftsführer-Position „einiges“ vor: So will er beispielsweise gemeinsam mit seinem Team vermehrt dazu übergehen, ganze Prozesse zu automatisieren, um die Lücke zwischen Produktion und Qualitätssicherung zu schließen. Das Gespräch führte Sandra Winter, x-technik
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren