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The region for plastics

Das Themenfeld „Forschung & Entwicklung“ hat im Wirtschaftsprogramm „Innovatives OÖ 2010“ des Landes OÖ einen besonderen Stellenwert: Rund 300 Millionen Euro – also an die 50 Prozent des Gesamtprogrammvolumens – wurden und werden investiert, um Oberösterreich zu einer der innovativsten Regionen Europas zu machen.

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Der Kunststoff-Standort Oberösterreich investiert in den Jahren 2007 - 2011 rund EUR 22 Mio. Beteiligt sind beim Projekt „Innovatives OÖ 2010“ die Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz, die Fachhochschule OÖ, das Transfercenter für Kunststofftechnik (TCKT) und der Kunststoff-Cluster (KC) sowie Borealis. Die Projektkoordination erfolgt durch die Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG) des Landes Oberösterreich.

Innovative Kunststoff-Betriebe

Die Kunststoffbranche in Oberösterreich ist für die gesamte österreichische Wirtschaft von großer Bedeutung. Mit rund 34.000 Mitarbeitern erwirtschaften die oberösterreichischen Unternehmen einen Umsatz von stattlichen EUR 6,7 Mrd. – fast die Hälfte des gesamtösterreichischen Umsatzes. Im Verhältnis dazu beträgt die Bevölkerung mit 1,4 Mio. Einwohnern nur 17,1 % von Österreich. Ein überwiegender Teil der rund 220 Betriebe ist klein- und mittelständisch ausgerichtet. Das hohe Innovationspotenzial der Branche wird durch seit Jahren beständiges Wachstum bestätigt. Obwohl sich das Wachstum in den letzten Jahren verlangsamt hat, wird es vermutlich weiterhin auf überdurchschnittlich hohem Niveau bleiben.

Auch internationale Unternehmen setzen auf Oberösterreich. Mit einer Gesamtinvestition von 50 Millionen Euro baut der führende Kunststoffproduzent Borealis den Standort Linz zum Zentrum der internationalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus. Die bestehenden 300 Mitarbeiter werden durch den Ausbau weiter aufgestockt und vor allem in den Bereichen Compounds und Kunststofflösungen für die Rohr-, Automobil- und Verpackungsindustrie tätig
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Auch internationale Unternehmen setzen auf Oberösterreich. Mit einer Gesamtinvestition von 50 Millionen Euro baut der führende Kunststoffproduzent Borealis den Standort Linz zum Zentrum der internationalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus. Quelle: Borealis

Auch internationale Unternehmen setzen auf Oberösterreich. Mit einer Gesamtinvestition...

sein. Die Eröffnung des Borealis Innovation Headquarters fand im November 2009 statt. Mit Greiner Bio-One hat ein weiterer Technologieführer in Oberösterreich investiert. Durch rasche behördliche Genehmigungen sowie Investitionen von EUR 37 Mio. schafft der neue Betriebsstandort in Rainbach im Mühlviertel rund 300 neue Arbeitsplätze in der Region.

Ausbau der Polymertechnologie

Das Land Oberösterreich und die oö. Kunststoff-Industrie unterstützen gemeinsam den Ausbau der Forschungs- und Ausbildungsbereiche Polymerchemie und Kunststofftechnik. Neben der Johannes Kepler Universtität Linz und der OÖ Fachhochschule - Campus Wels besteht mit dem Transfercenter für Kunststofftechnik (TCKT) bereits seit Herbst 2001 ein anwendungsorientiertes F&E-Institut vorwiegend für die oberösterreichische – aber auch über die Ländergrenzen hinausgehende – Kunststoffindustrie.

Kunststoff-Cluster als Drehscheibe


Im Kunststoff-Cluster (KC) sind rund 410 Betriebe beteiligt. Die Bandbreite der Kunststoffbetriebe erstreckt sich über alle Branchensegmente der Wertschöpfungskette (Rohstoffe, Kunststoff-Verarbeitung, Maschinenbau, Formen- und Werkzeugbau, Kunststofftechnische Dienstleister sowie F&E-Dienstleistungen). Kernaufgabe des KC ist neben den zwischenbetrieblichen Kooperationen auch die Vernetzung
der Unternehmen, insbesondere der KMUs mit der Wissenschaft. Innovation und Networking sind die Eckpfeiler des Erfolgsweges, den der Kunststoff-Cluster beschreitet. Der Kunststoff-Cluster unterstützt die Forschungseinrichtungen und stellt ein wichtiges Bindeglied zu den Unternehmen dar.

Informations- und Imagearbeit für den Kunststoffstandort OÖ

Im Rahmen des Projektes „Kunststoffstandort Oberösterreich“ setzt der Kunststoff-Cluster Maßnahmen, um Oberösterreich als die Kunststoff-Region mit höchstem Innovationspotenzial wahrzunehmen. Den Stellenwert der Branche und des Werkstoffes Kunststoff in der Öffentlichkeit zu erhöhen und der Fokus auf genügend qualifiziertem Nachwuchs stehen dabei im Mittelpunkt. Aktivitäten in diesem Bereich sind u.a. internationale Journalistenreisen und Kongresse, die Teilnahme an diversen Berufsinformationsmessen, die regelmäßig stattfindenden Lehrertage oder die Entwicklung einer Kunststoff-Box für den Unterricht.

Die Weiterentwicklung der Johannes Kepler Universität in Richtung Kunststoff mit den Schwerpunkten Polymerchemie, Prozess- und Verfahrenstechnik, Materialentwicklung und Werkstoffeigenschaften bzw. Wirtschaftsingenieurwesen – dem kommt nach einer vom Kunststoff-Cluster durchgeführten Befragung von Branchenexperten besondere Bedeutung zu.

www.kunststoffstandort.at
Auch internationale Unternehmen setzen auf Oberösterreich. Mit einer Gesamtinvestition von 50 Millionen Euro baut der führende Kunststoffproduzent Borealis den Standort Linz zum Zentrum der internationalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus. Quelle: Borealis


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Kunststofftechnik, Forschung

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