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VISI bei Rosell – CAD/CAM für den innovativen Werkzeugbau

: MECADAT


Seit 2003 ist VISI bei der Rosell Werkzeugbau und Stanztechnik GmbH im Einsatz. Im Vergleich zu der vorher installierten Software stellte VISI einen Quantensprung dar. „VISI ist nah am Werkzeugbauer dran. Deshalb arbeiten alle unsere Angestellten mit VISI – auch ohne Schulung – wenigstens soweit, dass sie sich die erforderlichen Daten aus dem Modell ziehen können. Darin zeigt sich eine Stärke von VISI: Die Software ist einfach aufgestellt, fast selbsterklärend, man muss keine Befehle können, um damit umgehen zu kön-nen,“ berichtet Franz Rosell, der Geschäftsführer.

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Nach Bestelleingang erstellt der Werkzeuglieferant ein Streifenlayout mit den einzelnen geplanten Stationen des Werkzeugs und präsentiert es dem Kunden. Nach der Abnahme erfolgt die Konstruktion des Werkzeugs in 3D. Mit VISI Blank, dem Modul für die Platinenermittlung, wird das vom Kunden gelieferte Datenmodell simultan plattgedrückt. So erhält der Konstrukteur die Platine in 2D. Anschließend liest er die Daten ein, definiert die Blechdicke sowie das verwendete Material, und VISI Blank erzeugt die Platine.
Als zweites Modul kommt in dieser Projektphase VISI Progress zum Einsatz, ein dreiteiliges Modul für die Konstruktion des Werkzeugs. Im ersten Schritt kann der Konstrukteur das Bauteil stufenweise abwickeln und die einzelnen Biegeoperationen definieren. Im zweiten Schritt erstellt er mit VISI Progress das Streifenlayout des Bauteils. Damit lässt sich bereits erkennen, was an den einzelnen Stufen im Werkzeug passieren wird. Dieses Streifenlayout ist die Grundlage für das unterbreitete Angebot.

Ist der Kunde mit dem Ablauf im Werkzeug einverstanden, kommt der dritte Teil von VISI Progress zum Einsatz: Der 3D Werkzeugaufbau. Das Werkzeug wird praktisch um das Streifenlayout herum aufgebaut und muss vom Kunden freigegeben werden. Rosell führt das Werkzeug als einzelne Plattenkomponenten vor und zusammen mit dem Kunden werden die Feinheiten abgestimmt, die teilweise direkt vor Ort in VISI ge-ändert werden. Hat der Kunde die 3D-Konstruktion freigegeben, werden die Normalien, wie z. B. die Ver-schraubung, die Verstiftung und eventuelle Unterbauleisten für den Bandlauf, in die Konstruktion integriert.

Im Anschluss daran erzeugt VISI Progress automatisch die Stücklisten, in denen die Abmaße der einzelnen
Baugruppen sowie zusätzliche Features wie Gasfedern etc. enthalten sind.
Die generierten 2D-Programme kommen zu den einzelnen Werkzeugmaschinen, an denen die Bauteile be-arbeitet werden. Stellt sich dabei heraus, dass in der Praxis ein Bauteil nicht wie vorgesehen gefräst werden kann, wird das entsprechende Teil im 3D-Modell angepasst. Die Änderung wird automatisch in die 2D-Zeich-nung mit übernommen. Die Platten für das Werkzeug werden vorgefräst und zum Härten gebracht. Beim anschließenden Erodieren können die einzelnen Stempel schnell eingearbeitet werden. Die Formteile, über die das Bauteil seine Form erhält, werden nach dem Vorfräsen mit Aufmaß gehärtet und anschließend hart-gefräst. Mit VISI lässt sich das 3D-Modell transparent darstellen, so dass der Anwender die Beziehung der einzelnen Teile zueinander überprüfen kann. Zu diesem Zweck sind in der Montagewerkstatt bei Rosell VISI-Viewer installiert.

Die Feinabstimmung des Werkzeugs beginnt mit der Formgebung des Bauteils und der Trennstation. An-hand der über VISI Blank ermittelten Daten wird ein Streifen gelasert, der im Werkzeug gebogen und getrennt wird. Dadurch entsteht ein Bauteil, das außerhalb des Werkzeugs seine Kontur erhalten hat, aber bereits im Werkzeug gebogen wurde. Dieses Bauteil wird in eine CNC-Messmaschine eingelesen und mit dem vom Kunden gelieferten Soll-Modell verglichen. Neben der Formgebung wird auch der Beschnitt kontrolliert. Zeigen sich Abweichungen, wird die Platine in 2D geändert, ein neuer Streifen mit dem Laser geschnitten und erneut geformt, bis die Abweichungen innerhalb der Toleranzen liegen.
Die endgültige Kontur wird in VISI in das 3D-Werkzeug eingefügt und die Stempel entsprechend abgeändert. Danach montieren die Werkzeugbauer das Werkzeug komplett zusammen. Bei einem Press-Termin beim Kunden wird vor Ort eine Pressung durchgeführt und das Bauteil mit der kundeneigenen CNC-Messmaschine erneut vermessen. Die Pressen formen teilweise unterschiedlich, so dass im Werkzeug Toleranzen entstehen. Die letzte Feinanpassung findet deshalb beim Kunden statt. „Wir sind sehr zufrieden mit VISI. Mit der CAD/CAM-Lösung sind wir nicht nur bei der Anpassung deutlich schneller, da die mit VISI Blank
erstellte Platine schon sehr gut mit dem Soll-Modell übereinstimmt, sondern auch der Support durch MECADAT ist genial,“ zieht Franz Rosell ein positives Fazit.

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CAM-Software, Werkzeug- und Formenbau

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