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Wenn deine Haushaltsgeräte intelligenter sind als du

Das ist jetzt vielleicht ein etwas provokanter Blick in die Zukunft, soweit ist die Künstliche Intelligenz (KI) natürlich noch nicht. Die Forschung ist aber auf einem guten Weg dahin. Mehr und mehr KI-Anwendungen für Industrie und Privatpersonen werden entwickelt und in der Realität erprobt. Damit eröffnen sich, auch für österreichische Unternehmen, immer mehr Möglichkeiten. Sei ein Teil davon – mit einem zukunftssicheren Job in der IT-Industrie. Von Michael Lettner, IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria

Im Alltag fällt oftmals gar nicht auf, in wie vielen Geräten Künstliche Intelligenz schon eingebaut ist. Das kann man auf den sogenannten KI-Effekt zurückführen. Echte KI wird nur dann als solche wahrgenommen, wenn sie noch nicht umgesetzt ist. Wenn es also eine Zukunftsvision ist. Danach gilt es als selbstverständlich und der Schach spielende Computer – der auch noch gewinnt – ist dann einfach eine weitere komplexe Software. Oder denken wir an die Texterkennung, die bei eingescannten Dokumenten sogar Handschriften erkennen kann.

Hier werden Sie geholfen

Zukünftig werden wir mit immer mehr Chatbots statt mit Menschen kommunizieren, wenn wir z.B. eine Auskunft brauchen. So wird bei Lufthansa schon recht erfolgreich der Chatbot Mildred getestet. Mildred kann auf die Eingabe „Ich möchte gerne im Februar für eine Woche an den Eiffelturm! Ich reise gerne von Frankfurt aus, da gibt es so viele Parkplätze“ schon recht erfolgreich die korrekte Anfrage rauslesen: 1 Woche Paris ab Frankfurt im Februar. Mildred kann in Deutsch oder Englisch angesprochen werden und selbst minimalistische Eingaben wie „FRA CDG Feb 7d“ würden zu dem gleichen Ergebnis führen. Der Chatbot vergibt Tippfehler, kann Sehenswürdigkeiten zuordnen, erinnert sich an Vorlieben und vielleicht der größte Vorteil: Mildred ist immer höflich. Welches Callcenter kann das schon von sich behaupten? Computer haben keine Stimmungsschwankungen oder persönliche Probleme. Es sei denn der Computer heißt Marvin und fliegt per Anhalter durch die Galaxis …

Künstliche Intelligenz ist nicht automatisch Science Fiction

Maschinen, die einfach so ein Eigenleben entwickeln und damit zur Gefahr für die Menschen werden; das gibt es nur in Kinofilmen. Aber diese gut gemachten Science Fiction-Filme sind mit ein Grund, warum wir Menschen oft mit Unbehagen an das Thema gehen. Ein anderer Grund ist die Sorge um die Arbeitsplätze.
Können schlaue IT-Systeme den menschlichen Mitarbeiter abschaffen? Auf diese Frage kann man zum heutigen Zeitpunkt nur mit einem klaren Jein antworten. Denn ganz sicher werden Aufgaben wegfallen, dafür aber eine Menge andere Aufgaben dazukommen. Das gab es schon immer in der Entwicklung der Menschheit und sollte uns keine Angst machen. Vor allem, wenn es so viele Möglichkeiten gibt, in der IT einen zukunftssicheren Beruf zu erlernen.

Denn woher weiß die Maschine das?

Die Basis der Künstlichen Intelligenz und damit unserer intelligenten Geräte ist das maschinelle Lernen. Genau wie der Mensch erweitert die Software durch die gemachten Erfahrungen ihr Wissen. Und damit spielen wir Menschen wieder eine entscheidende Rolle. Denn die Programmierer machen die Regeln, die bestimmen, wie die Maschinen lernen. Um den Menschen und sein Verhalten so gut wie möglich zu imitieren, sammeln die Systeme Informationen über die Nutzer. Und lernen mit jeder Anwendung dazu.

Wenn wir also Amazons Sprachassistenten Alexa oder Google Home etwas fragen und die Antwort falsch ist, dann lernt das System aus diesem Fehler. Es lernt aber auch etwas über den Menschen: was er für richtig oder falsch hält, wie er das IT-System nutzt, wann er es nutzt, wozu er es nutzt, wo er es nutzt abhängig davon, welche Sensoren der Maschine zur Verfügung stehen, um diese Daten zu messen. Maschinen werden so intelligenter und passen sich uns Menschen besser an, auch indem sie Profile der Nutzer erstellen.

Visionäre gesucht!

Dies sind nur einige Beispiele, wie sich unsere Welt weiterentwickelt. IT-Fachleute sind einmal mehr als innovative Visionäre und Vordenker gefragt, um diesen Wandel mitzugestalten. Wer sein Unternehmen zukunftsfähig erhalten will, der wird sich mit der neuen Technologien beschäftigen
müssen. Sonst tut es die Konkurrenz.

Für die Mitarbeiter wird es umso wichtiger sein, nicht den Anschluss zu verlieren und mit der modernen Technik auch umgehen zu können. In Österreich werden IT-Fachleute von den Unternehmen händeringend gesucht. Insbesondere in Gebieten fern der Zentralräume kämpfen kleinere Unternehmen um die Gunst der Berufsanfänger und Spezialisten. Das sind oft nicht nur Anbieter von Soft- oder Hardware, sondern auch produzierende Unternehmen oder große Handwerksbetriebe. Aus puren Blechhaufen intelligente Erntehelfer machen – für Entwicklungen dieser Art braucht es digitale Geschäftsmodelle. Ausgetüftelt von unseren top ausgebildeten IT-Spezialisten. Sei dabei!


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