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Wenn Maschine und Service überzeugen

: STAMA


Schwer zerspanbare Werkstoffe, häufig wechselnde Werkstücke, höchste Anforderungen an die Qualität – man hat’s nicht leicht im Leben. Doch geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid – und wenn man den richtigen Partner findet, ist alles nur noch halb so schlimm. Für einen Fertigungsbetrieb aus dem Norden Deutschlands kam der richtige Partner aus dem Süden.

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Stama MC 734/M mit Stangenlader (links) und Werkstückabfuhr.

Stama MC 734/M mit Stangenlader (links) und Werkstückabfuhr.

Die Schröder & Co. GmbH Zerspanungstechnik, hervorgegangen aus der Drägerwerk AG produziert für Kunden aus ganz Europa, die komplexe, hochgenaue, rückstands- und gratfreie Teile aus schwierig zu bearbeitenden Materialien wie nichtrostende Stähle benötigen, etwa in der Medizintechnik und in der Lebensmittelindustrie. Da es in diesen Bereichen um höchste Zuverlässigkeit und feinste Dosierbarkeit geht, werden an die Geräte und ihre Komponenten höchste Ansprüche gestellt.

Über 20 Drehmaschinen von Index und Citizen sowie mehrere Bearbeitungszentren bekannter Marken erfüllen ihren Dienst. Eine fünfachsige Stama MC 734/M beeindruckt mit ihrem Gesamtpaket, das Stama ganz auf die Schröder-Bedürfnisse abgestimmt hat. „Wir arbeiten rund um die Uhr dreischichtig. Unsere Maschinen müssen daher äußerst zuverlässig sein“, erklärt Markus Schwarte, Technischer Leiter und Prokurist bei Schröder.

Flexibel einsetzbar

Es sind unterschiedlichste Teile, die er zur Demonstration vor sich auf dem Tisch aufgebaut hat: Wenige Gramm leichte, dünnwandige Aluminiumteile, aber auch „richtige Brocken“ – mehrere Kilogramm schwer, aus Messing oder schwer be¬arbeitbaren Niro-Stählen. Da man vor allem kleine Serien von 500 bis 5.000 Teilen fertigt, muss durchschnittlich zweimal pro Woche komplett umgerüstet werden. Schnelles Umrüsten war also ein ganz wichtiges Thema. In diesem Bereich war
die Stama-Maschine, die sowohl von der Stange (bis 80 mm) als auch von Sägeabschnitten (bis 120 mm Kantenlänge) auf sechs Seiten fertigen kann, allen Wettbewerbern deutlich überlegen. In längstens zwei Stunden ist die Geschichte erledigt. Flexibilität ist Trumpf bei Schröder – aber weit wichtiger ist die Bearbeitungsqualität.

Gesamter Prozess unter der Lupe

Gerd Windel, der bei Schröder auf die Fertigungskosten achtet, zeigt ein Edelstahlteil für ein Narkosemittel-Dosiergerät: „Wir haben Stama ein Originalteil mit 345 Merk¬malen unter genauen Zeitvorgaben fertigen lassen. Sehen Sie nur diese Rundung mit Radius 0,1, die haben wir, wie alle Maße, genau nachgeprüft, denn sie ist für die Funktion des Gerätes außerordentlich wichtig. Wir waren überrascht, wie genau die Maschine in allen Bereichen arbeitet. Die Stange kragt doch sehr weit aus dem Futter. Dass sie nicht in Schwingung gerät, spricht sehr für die Steifigkeit der Maschine.“

„Stama hat nicht nur die Maschine genau nach unseren Wünschen vorbereitet, sondern den gan¬zen Prozess, einschließlich der Werkzeu¬ge sowie des Handlings, optimiert. Wir hatten uns nicht nur alle qualitativen Merkmale wie Maße bei der Abnahme vertraglich zusichern lassen, sondern auch die Zeiten. Für das gezeigte Teil hatten wir maximal 120 Minuten gefordert – Stama konnte uns 80 Minuten garantieren“, bestätigt Markus Schwarte.

Nicht nur eine Nummer

„Wir hatten vom ersten Moment an das beruhigende Gefühl, bei Stama als Kunde wichtig genommen zu werden und nicht nur eine Num¬mer zu sein. Dass diese Art der Betreu¬ung für Stama selbstverständlich ist, haben wir an dem Tempo gemerkt, mit der das Unternehmen an unserer Maschine arbeitete, und zwar einschließlich Stangen- und Rohlingszufuhr und Fertigteilentnahme, die bei uns besonders kritisch ist –
das Teil muss beschädigungsfrei aus der Maschine“, weist Markus Schwarte auf eine gut gepolsterte und gefüllte Palette und Gerd Windel ergänzt: „Das war auch ein ganz wesentlicher, vielleicht sogar der entscheidende Punkt zugunsten von Stama. Wenn wir ehrlich sind, hatten wir uns auf der Rückfahrt aus Süddeutschland, wo wir uns bei mehreren Maschinenanbietern umsahen, schon für eine andere Maschine entschieden, denn der Preis der Stama erschien uns sehr hoch. Doch dann kamen während der letzten Besprechung Zweifel, denn zu der anderen Maschine hätten wir einen Roboter gesellen und diesen selbst konfigurieren und programmieren müssen. Hätte etwas nicht funktioniert, wäre der Schwarze Peter unter Umständen bei uns geblieben. Stama dagegen konnte uns eine automatisierte, leicht umrüstbare Komplettlösung bieten und für die korrekte Funktion in allen Bereichen garantieren. Nachdem wir alle Einflussgrößen berücksichtigt hatten, stellte sich heraus, dass die Fertigungsstückkosten mit keiner Maschine so günstig gelegen hätten, wie mit der Stama.“

Besser mit fünf Achsen

Wenn man die Teile genau anschaut, wird man feststellen, dass man einige auch auf einer Dreiachsmaschine fertigen könnte. „Es mag erstaunlich klingen, aber ein wesentlicher Grund für die Fünfachsmaschine war – neben der Fertigung in einer Aufspannung statt vorher deren vier – die absolute Gratfreiheit der Teile“, erklärt Gerd Windel und Günter Schuler bekräftigt: „Wenn nur nachträglich manuell entgratet würde, gäbe es immer einen menschlichen Fehlerfaktor. Alles, was mit der Maschine entgratet wird, wird dagegen absolut prozesssicher entgratet.“

Markus Schwarte kommt aber noch einmal auf die Bearbeitung in einer Aufspannung zu sprechen: „Selbst wenn man sorgfältigst umspannt, besteht eine Fehlerquelle, die immer wieder zu Ausschuss führt. Diese Fehlerquelle fällt jetzt weg. In der zweiten Aufspannung wird nur ein Steg durchtrennt, um das Teil von der Stange zu befreien, und die betreffende Fläche geglättet.“ Mittlerweile läuft
die Stama MC 734/M seit über einem Jahr ohne Probleme rund um die Uhr. So gut wie alles, was durch die 80 mm Spindel geht, wird auf dem Stama-Zentrum abgearbeitet. Der große Werkzeugspeicher mit 64 plus 90 Plätzen und das Stangenladermagazin reichen für 24 Stunden, sodass auch am nahezu mannlosen Wochenende keine Zwangspausen entstehen, während die anderen Maschinen stehen.

Äußerst zuverlässig

Alle anfänglichen Wehwehchen, etwa mit der Spin¬¬del, wurden schnell und restlos ab¬¬¬gearbeitet“, freut sich Gerd Windel auch noch nach einem Jahr: „Die garantierte Ver¬füg¬barkeit von 95 Prozent wurde locker eingehalten.“

Diese Erfahrung blieb nicht ohne Folgen: Kürzlich wurde eine zweite Maschine – ausschließlich für Stangenbearbeitung – installiert, und im Spätsommer soll als MC 726/MT-2C (MT = Milling + Turning) eine dritte Stama-Maschine mit zwei vollwertigen Drehspindeln und zwei unabhängig arbeitenden Frässpindeln folgen.

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