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Werkstückspeicher und Spanntechnik aus einer Hand

: Gressel


Mit der Kombination aus Werkstückspeicher, Paletten-Beschickungshandling und Werkstück-Spanntechnik bietet Gressel AG komplette Lösungen aus einer Hand.

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Der betriebsbereite Werkstückspeicher P60R zum Andocken an ein beliebiges Bearbeitungszentrum.

Der betriebsbereite Werkstückspeicher P60R zum Andocken an ein beliebiges Bearbeitungszentrum.

Die Problematik ist bekannt: Das neue Bearbeitungszentrum ist da und trotzdem bleibt der Produktivitätsschub aus. Das liegt meist nicht an der Maschine und auch nicht an den eingesetzten Werkzeugen, sondern am mangelnden Umfeld bezüglich Werkstück-Spanntechnik und Werkstück-Handling. Die beste und schnellste Maschine nutzt nichts, wenn der Werkstückwechsel zu lange dauert, oder weil gerade keine Werkstücke verfügbar sind. Doch mit der Fertigung in der 2. und 3. teil- oder unbemannten Schicht verdienen die Maschinen erst richtig Geld. Deshalb gilt es, die Arbeitsorganisation und vor allem den Materialfluss zu optimieren. Oftmals bleibt es allerdings beim Versuch. Denn so mancher Werkstückspeicher – und das in diesem Fall unerlässliche Beschickungshandling – stellt sich als zu teuer heraus. Daneben sind die Schnittstellen oftmals nicht klar definiert.
Schließlich ist es im Normalfall so, dass die Anbieter von Werkstückspeichern und Handlingsystemen eben nicht aus der zerspanenden Fertigung kommen. Darum werden viele der dort relevanten Anforderungen ganz einfach nicht gebührend berücksichtigt.

Die Prozesslösung: Spanntechnik, Palettenspeicher, Palettenhandling

Deshalb ist der Schweizer Spezialist für Spanntechnik, die Gressel AG mit Sitz in Aadorf, einen ganz anderen Weg gegangen. Sie hat für unzählige spanntechnische Herausforderungen Praxislösungen entwickelt. In enger Kooperation mit einem Handling-Spezialisten wurde ein Werkstückspeicher mit integriertem Paletten-Beschickungshandling entwickelt, ein betriebsbereites Plug-and-Play-System. Der Werkstückspeicher trägt den Namen P60R (Palettenmagazin, 60 Stück, rechts an das BAZ anzudocken). Er wird als standardisierte Einheit komplett geliefert.
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Das Werkstückpaletten-Handlingsystem mit den Aufnahmetraversen, die in vertikalen Rasterplatten befestigt sind.

Das Werkstückpaletten-Handlingsystem mit den Aufnahmetraversen, die in vertikalen...

Zu klären sind in jedem Fall zunächst die Platzverhältnisse an der Maschine. Weitere Fragen – etwa bezüglich einer Automatiktür – werden von Gressel-Spezialisten kompetent beantwortet. Der Werkstückspeicher P60R basiert auf einer Stahlblech-Schweißkonstruktion in robuster Monoblock-Bauweise. In das Grundgerät sind vertikale Rasterplatten eingebaut, die wiederum als Träger für horizontale Aufnahmetraversen zur Belegung mit Werkstückpaletten dienen. Diese pfiffige Höhen-Rasterung hat den Vorzug, dass die Aufnahmetraversen für die Werkstückpaletten je nach Werkstückhöhe schnell zu verstellen sind, sodass sich die Standardanzahl von 60 Werkstückpaletten bei kleineren Werkstücken nochmals beträchtlich erweitern lässt.

Mindestens 60 Werkstückpaletten auf kleinster Fläche

Hierbei kommt gleichzeitig ein weiterer entscheidender Vorteil des Systemkonzepts zum Tragen, da die Standardpaletten für das Magazin bereits die Grundplatte für die Aufnahme der Werkstück-Spanneinheiten bilden. Hoch aufbauende und platzraubende Adapterplatten entfallen gänzlich. Außerdem werden die Standardpaletten und die Spanneinheiten so ausgeführt, dass sie nur wenig verschmutzen. Denn sie sind so gekapselt, dass sie leicht gereinigt und gehandhabt werden können. Das Werkstückpaletten-Handling im Werkstückspeicher und beim Beschicken geschieht vollautomatisch durch ein präzises Teleskophandlinggerät mit Horizontal-Schwenkvorrichtung. Es ist für Werkstückpaletten bis 30 kg Gesamtgewicht ausgelegt. Die Werkstückpaletten werden je nach Arbeitsprogramm aus den entsprechenden Aufnahmetraversen geholt, in das Nullpunkt-Spannsystem auf dem Tisch des Bearbeitungszentrums befördert und dort fixiert. Nach der Bearbeitung
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Die Rückseite vom Werkstückspeicher P60R.

Die Rückseite vom Werkstückspeicher P60R.

erfolgt das Abholen und Rücklagern der Palette. Danach wird die nächste Werkstückpalette in die Maschine gefördert. Außerdem holt und bringt das Teleskophandling die Werkstückpaletten bei Bedarf in die ebenfalls voll integrierte Paletten-Rüststation. Somit kann der Bediener hauptzeitparallel, das heißt während der Bearbeitung die Werkstücke auf den Werkstückpaletten austauschen. Zudem kann er Umrüstungen bezüglich der Spannvorrichtungen vornehmen.

Produktionseffizienz gesteigert, Kosten reduziert, Amortisation garantiert

Die Erfahrungen der Gressel AG als Spezialist für die rationelle Werkstück-Spanntechnik sind in alle Überlegungen und Ausführungen eingeflossen. Darum sind die Aufnahmepunkte für die Werkstückpaletten gehärtet. Die Restflüssigkeiten werden beim Handling durch Abblasen im Maschinenraum von den Paletten entfernt. Die Werkstücke sind durch große Türen aus klarem bruch- und schlagfestem Sicherheitsglas sehr gut einzusehen. Außerdem sind sie rundum zugänglich, und die Werkstückpaletten sind durch eine spezielle 45°-Anordnung nicht nur sehr gut sichtbar, sondern können auch längere Werkstücke aufnehmen. Die jeweiligen Nachbarplätze müssen dadurch nicht entfallen. In der Standardausführung sind die Magazinauflagen und die Werkstückpaletten für das bekannte Nullpunkt-Spannsystem „Unilock“ aus dem Hause Schunk vorbereitet. Auf Kundenwunsch sind jedoch auch alle anderen Nullpunkt-Spannsysteme möglich. Beachtung verdient schließlich auch die Werkstückspeichersteuerung mit Paletten-Verwaltungssystem. Die Programmierung und Bedienung erfolgt sehr einfach über einen Touchscreen-Monitor mit 8“-Farb-Bildschirm per Eingabedialog. Mehrere, unterschiedliche
Arbeitsaufträge können gespeichert werden, sodass Wiederholaufträge schnell und ohne Wartezeiten gestartet werden können. Die Wechselzeit für eine Werkstückpalette beträgt vom Magazinplatz bis zum Spannen im Nullpunktsystem lediglich 20 Sekunden. Dabei erfolgen alle Abläufe automatisch. Nicht vergessen werden sollte die Möglichkeit der universell-flexiblen Nutzung der standardisierten Werkstückpaletten für verschiedenste Werkstück-Spannungen. Die Paletten nehmen je nach Anwendungsfall wahlweise Einfachspanner „solinos“, Zentrischspanner „centrinos“, Doppelspanner „duogrip“ oder auch Sonderspannmittel auf. Dadurch reduzieren sich die Kosten für Spannvorrichtungen. Über die Standardisierung sind weitere Einsparungen realisierbar. Die Amortisation dieses intelligenten Werkstückspeichers mit integriertem Palettenhandling ist zeitnah gewährleistet. Denn die Bearbeitungszentren können nun auch in einer zweiten und dritten Schicht produzieren.
Der betriebsbereite Werkstückspeicher P60R zum Andocken an ein beliebiges Bearbeitungszentrum.
Das Werkstückpaletten-Handlingsystem mit den Aufnahmetraversen, die in vertikalen Rasterplatten befestigt sind.
Die Rückseite vom Werkstückspeicher P60R.
Der Rüstplatz, an dem während des Palettenhandlings und der Bearbeitung hauptzeitparallel gearbeitet werden kann.


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