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Wissen am Prüfstand

: x-technik


Bereits zum 3. Mal wurden im Rahmen der Berufsinformationsmesse Salzburg (BIM) die dreitägigen Staatsmeisterschaften der Berufe (Austrian Skills) ausgetragen. Rund 400 Teilnehmer – Lehrlinge und Schüler – aus insgesamt 39 Berufen zeigten ihr Können und gaben ihr Bestes. Den Gewinnern winkt ein Ticket für die Worldskills 2019 in Kazan (RUS) bzw. für die Euroskills 2020 in Graz. Prämiere feierte diesmal der Demonstrationswettbewerb „Industrie 4.0“.

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Bei Industrie 4.0 blieb es spannend bis zum Schluss. Die beiden Teams von Blum und Siemens lieferten ein knappes Finish (im Bild das Sieger-Team). (Bilder: Martina Draper / Skills Austria / WKO)

Bei Industrie 4.0 blieb es spannend bis zum Schluss. Die beiden Teams von Blum...

Wer die Altersgrenze von 25 Jahren noch nicht überschritten hatte, war bei den österreichischen Staatsmeisterschaften der Berufe zugelassen. Oftmals gingen harte, firmeninterne Ausscheidungen der Teilnahme an den Austrian Skills voraus bis es endlich hieß: Wer sind die Besten der Besten und damit die Meister von morgen.

Berufsbilder der Zukunft

Als Goldsponsor unterstützte Festo die Bereiche Industrie 4.0, Mechatronik, Elektronik bzw. mobile Robotik und machte damit auf die Vielfalt der erforderlichen Kompetenzen in den Zukunftsberufen aufmerksam. In der Mechatronik, Industrie 4.0 und der mobilen Robotik war neben fachlichem Know-how auch Teamgeist gefragt. Gearbeitet wurde mit innovativer Lernhardware wie z.B. an MPS-Stationen oder mit dem Robotino. Die Teams, die sowohl aus Betrieben als auch aus HTLs kamen, trainierten bereits seit längerem intensiv auf den Übungsstationen von Festo. Hermann Studnitzka von Festo Didaktik, verantwortlich für die Aufgabenstellung ‚Industrie 4.0‘, meinte dazu: „Es ging um Themen wie etwa das Programmieren von Speicherprogrammierbaren Steuerungen, die Anwendung von BUS-Systemen, das Herstellen sicherer Verbindungen (Vernetzung) oder RFID-Technik. Aber auch der Einsatz von Manufacturing Execution Systemen (MES), der Umgang mit QR-Codes und das Verwenden und Organisieren von Datenstrukturen in Sharepoints, der Cloud und anderen internetbasierten Speicherbereichen waren im Fokus und mussten von den Teilnehmern, teilweise auch unter vorgegebenen Zeitlimits, gelöst werden.“

Ausbildung für Industrie 4.0

Als Spezialist für Aus- und Weiterbildung in der Technik setzt
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DI Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich (im Bild rechts), und Ing. Hermann Studnitzka, offizieller Experte für Industrie 4.0 bei Skills Austria, mit den Gewinnern des Industrie 4.0-Demo-Wettbewerbs.

DI Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich (im Bild rechts),...

Festo Didactic einen besonderen Schwerpunkt in Richtung Industrie 4.0. Trainings zu zukunftsorientierten Themen – wie Vernetzung, RFID oder Bionic Thinking – gehören ebenso zum umfassenden Angebot, wie Expertentreffs, Consulting und Lernequipment, das die virtuelle mit der realen Lernwelt verbindet. Die CP Factory ist beispielweise eine Lernfabrik, die die Industriewelt von morgen darstellt. Sie bildet viele Aspekte von Industrie 4.0 ab und erlaubt das praktische Üben als Vorbereitung auf die Fertigung der Zukunft.

Hohes Niveau und knappe Entscheidungen

14 Mechatronik-Teams sowie 3 Teams im Demonstrationswettbewerb Industrie 4.0 stellten sich am gemeinsamen Stand unterschiedlichen, aber durchaus anspruchsvollen Aufgaben aus der Praxis. In Zweier-Teams kämpften Lehrlinge und HTL-Schüler um den Sieg und damit um ein Ticket für die WorldSkills 2019 in Kazan bzw. für die EuroSkills 2020 in Graz. Die Leistungen der jungen Fachkräfte waren beeindruckend und es ging bei den Entscheidungen immer knapp her. Schlussendlich hatten bei den Mechatronikern die beiden Teams von Infineon (Kärnten) die Nase vorn. Mit Platz eins (Alexander Schmid, David Rader) und drei (Jennifer Oberegger, Thomas Gasser) konnten sie zwei Stockerlplätze für sich verbuchen. Platz zwei ging an David Viskovic und Jakob Buchsteiner von der HTBLuVA in Salzburg. Im Wettbewerb um die Besten in der Kategorie Industrie 4.0 standen Manuel Franz und Lukas Wolf von Julius Blum aus Vorarlberg ganz oben. Platz zwei belegten die beiden Siemensianer Robin Löhr und Julian Wissman aus Wien und Platz drei ging an die ÖBB-Infrastruktur AG mit Sebastian Brugger und Leon Juzek.

EuroSkills 2020

Nach dem Vorbild der internationalen Berufsweltmeisterschaften WorldSkills fanden im Jahr 2008 erstmals die Berufseuropameisterschaften EuroSkills statt. Ziel der europäischen Plattform der Berufe ist es, junge Fachkräfte zu fördern sowie den Wirtschaftsstandort Europa insgesamt zu stärken. Bei den vergangenen EuroSkills 2018 in Budapest war Österreich mit insgesamt 21 Medaillen und 9 Medallions for Excellence zweiterfolgreichste Nation in der Gesamtwertung. Die nächsten EuroSkills 2020 finden vom 16. – 20. September 2020 in Graz statt.

www.skillsaustria.at

Bei Industrie 4.0 blieb es spannend bis zum Schluss. Die beiden Teams von Blum und Siemens lieferten ein knappes Finish (im Bild das Sieger-Team). (Bilder: Martina Draper / Skills Austria / WKO)
DI Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich (im Bild rechts), und Ing. Hermann Studnitzka, offizieller Experte für Industrie 4.0 bei Skills Austria, mit den Gewinnern des Industrie 4.0-Demo-Wettbewerbs.
Im Bereich mobile Robotik kam der Lernroboter Robotino von Festo Didactic zum Einsatz.
Den ersten Platz in der Mechatronik und damit die Gold-Medaille erreichten Alexander Schmid und David Rader von Infineon.
Ing. Josef Herk (Präsident der WK Stmk.) holt die EuroSkills 2020 nach Österreich (Graz).


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Bericht in folgenden Kategorien:
Allgemeines, HTL, Lehre

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